Responsive Menu Pro Image
Responsive Menu Pro Image Responsive Menu Clicked Image
Home / Stoffströme / Altpapier / Altpapiertonne: Stadt Karlsruhe legt Details fest
Beschluss des Gemeinderats

Altpapiertonne: Stadt Karlsruhe legt Details fest

Im Dezember will die Stadt Karlsruhe mit der Aufstellung der Altpapier-Tonnen beginnen. Die Vereine sollen darunter nicht leiden, verspricht die Stadtverwaltung. Auch gewerbliche Anbieter will die Stadt berücksichtigen.

In seiner Sitzung am vergangenen Dienstag hat der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe weitere Einzelheiten zur geplanten städtischen Papiertonne beschlossen. Demnach soll Anfang Dezember mit der Aufstellung der kostenfreien Tonne begonnen werden. In der zweiten Januarwoche 2015 soll das Altpapier erstmals eingesammelt werden.

Den Beschlüssen zufolge wird die bisherige Wertstofftonne beibehalten und weiterhin alle zwei Wochen abgeholt. Die städtische Papiertonne wird alle vier Wochen geleert. Wie die Stadtverwaltung im Anschluss an die Sitzung betonte, können sich Grundstückeigentümer und Hausverwaltungen, die ihr Altpapier an städtische Vereine, Wertstoffstationen oder gewerbliche Anbieter abgeben, von der kommunalen Papiertonne befreien lassen. Eine Altpapierentsorgung über die Wertstofftonne sei nach Aufstellung der Papiertonne jedoch nicht mehr möglich. Dort dürfen dann nur noch Verpackungen mit und ohne Grünen Punkt sowie Kunststoffe, Metall oder unbehandeltes Holz entsorgt werden.

Gemischte Resonanz bei der Bevölkerung

Die Einführung der städtischen Papiertonne hatte der Gemeinderat bereits am 17. Dezember 2013 beschlossen. Nach teils heftigen Debatten in der Bevölkerung hatte die Stadt im Frühjahr eine Umfrage zur Akzeptanz der Papiertonne durchgeführt. Dabei sprachen sich 80 Prozent der Teilnehmer für die Beibehaltung des zweiwöchentlichen Abholrhythmus‘ der Wertstofftonne aus. Nahezu 50 Prozent wollten eine Befreiung der Papiertonne beantragen.

Wie die Stadt mitteilt, werde sie die gewerbliche Wirtschaft mit der Verwertung des Papiers beauftragen. Außerdem sollen die städtischen Vereine berücksichtigt werden, indem die Stadt die gemeinnützigen Sammlungen weiter fördern will. Dafür stellt die Stadt Container und Logistik zur Verfügung. Alternativ könnten die Vereine auch künftig eigenständig oder mit privaten Entsorgern zusammenarbeiten und ihre Sammlungen weiter betreiben. Voraussetzung ist, dass sie den Kriterien der gemeinnützigen Sammlung genügen.

Bislang sammeln die Vereine in Karlsruhe rund 10.000 Tonnen Altpapier pro Jahr. Nach den Vorstellungen der Stadt sollen die Vereine auch nach Einführung der städtischen Papiertonne mindestens genauso viele Einnahmen erzielen wie bislang. Deshalb seien die Vereinsmengen auch nicht in die Kalkulation der Stadt eingeflossen.

Wie es seitens der Stadt weiter heißt, wird die kommunale Papiertonne auch dem Kleingewerbe angeboten. Die vorgesehen Behältergrößen sind 120, 240 und 1.100 Liter. Die neuen Tonnen werden schwarz sein, mit einem blauen Deckel.

Kommentar verfassen

Anzeige

Mehr auf 320°

Mehr auf 320°