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Erweiterte Wertstoffsammlung

AWM verfolgt Recyclingquote von 65 Prozent

Mit diversen Maßnahmen versucht der Abfallwirtschaftsbetrieb München, das Recycling zu forcieren. Einige Projekte sind bereits angestoßen, andere noch in Planung. Für die begonnene Alttextilsammlung liegen inzwischen erste Ergebnisse vor.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb München (AWM) will in den kommenden Jahren eine Recyclingquote von 65 Prozent erreichen und hat dafür bereits konkrete Maßnahmen ergriffen. Dazu zählt der Start der kommunalen Altkleidersammlung, die Sammlung stoffgleicher Nichtverpackungen mit Wertstoffmobilen sowie der Beschluss zur Ausweitung der Elektroaltgerätesammlung an den über das Stadtgebiet verteilten Wertstoffinseln. Darüber hinaus wurden auch erste Analysen zur vermehrten Abschöpfung und Verwertung von Biomüll initiiert, heißt es im Geschäftsbericht des AWM für 2013. Eine Analyse des Wertschöpfungspotenzials von Sperrmüll ist in Planung.

Stein des Anstoßes für die kommunale Alttextilsammlung war die Erkenntnis, dass sich im Münchner Restmüll noch rund 10.000 Tonnen Alttextilien befinden, erklärt der Kommunalbetrieb. Um die Stoffe zu heben, hatte der AWM im Juli 2013 begonnen, 250 neue, orange Container an den Wertstoffinseln aufzustellen. Bis Ende des Jahres wurden 662 Tonnen Alttextilien gesammelt und verwertet: 54 Prozent Altkleider und 6 Prozent Schuhe wurden als Secondhandkleidung wiederverwendet, 36 Prozent wurden in Form von Putzlappenherstellung und Recyclingfasergewinnung recycelt. Nur 4 Prozent der gesammelten Alttextilien konnten weder wiederverwendet noch recycelt werden und gingen in die Müllverbrennung.

Quote von 53,8 Prozent

Der Einstieg in die Alttextilsammlung sei für den AWM ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum selbstgesteckten Recyclingziel von 65 Prozent, heißt es im Geschäftsbericht. Im Jahr 2013 erreichte der AWM bereits eine Quote von 53,8 Prozent. Basis hierfür sind neben dem Drei-Tonnen-System bei den privaten Haushalten insgesamt 12 Wertstoffhöfe. Dort sind der Angaben zufolge knapp 82.000 Tonnen Abfälle inklusive Elektroschrott und Problemfälle gesammelt worden. Darüber hinaus betreibt der AWM seit neuestem auch den so genannten „Wertstoffhof plus“, der auch für Münchner Kleingewerbebetrieb geöffnet ist.

Die Ergebnisse aus der Wertstoffsammlung können sich durchaus sehen lassen. So sammelte der AWM im Jahr 2013 rund 212.000 Tonnen Wertstoffe aus privaten Haushalten und dem Kleingewerbe ein. Das entspricht einem Pro-Kopf-Wert von 151 Kilogramm pro Jahr. Die größten Anteile entfallen auf Altpapier (69 Kilogramm pro Einwohner und Jahr), Bioabfall (28 Kilogramm/E/a) und Altholz (17 Kilogramm/E/a).

Insbesondere die Altpapiererlöse halfen dem AWM auch, die Umsatzerlöse stabil zu halten. Trotz der Anfang 2013 vollgezogenen Senkung der Müllgebühren um 17,3 Prozent sind die Umsatzerlöse nur um 0,254 Millionen Euro auf 182,2 Millionen Euro gesunken. Grund sind unter anderem die Einnahmen aus der Altpapierverwertung, die 2013 um 1,543 Millionen Euro gestiegen sind. Die Erlöse aus der Haus- und Gewerbemüllentsorgung haben sich um 0,352 Millionen Euro beziehungsweise 0,29 Prozent erhöht. Grund dafür seien Neuanschlüsse von Wohngebieten, erklärt der AWM. Die Einnahmen aus der Energiegutschrift aus der Müllverbrennung hingegen sind durch gefallene Strompreise an der Börse um 1,516 Millionen Euro zurückgegangen.

Deutlich gefallen ist auch der Jahresüberschuss. Dieser reduzierte sich um 5,944 Millionen Euro auf 513.000 Euro. Für 2014 geht der AWM sogar noch von einer weiteren Verschlechterung aus. Nach der letzten Prognose des Kommunalbetriebs vor wenigen Wochen wird sich der Jahresfehlbetrag in diesem Jahr sich auf 2,3 Millionen Euro belaufen. Dies sei die erwartete Folge der Gebührensenkung, erklärt der AWM.

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