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Ranking für mineralische Rohstoffe in 180 Staaten

China ist größter Rohstoffproduzent

Bei einem Ländervergleich zu Vorkommen und Produktion von mineralischen Rohstoffen landet Deutschland im oberen Mittelfeld. Der weltweit größte Rohstoffproduzent ist China. Der größte Exporteur von Rohstoffen ist jedoch ein anderes Land.

China ist der größte Produzent von Rohstoffen. Das geht aus einer neuen Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Die Studie gibt einen Überblick zu den Vorkommen und der Produktion mineralischer Rohstoffe in 180 Staaten. Demnach hat das asiatische Land im Jahr 2010 Rohstoffe im Gesamtwert von etwa 118 Milliarden US-Dollar produziert (Rang 1). Der Wert der Raffinadeproduktion betrug sogar circa 625 Milliarden US-Dollar (Rang 1). Auf Rang 2 folgt Brasilien vor Australien (Platz 3), der Russischen Föderation (Platz 4) und Chile (Platz 5).

Brasilien hat im Jahr 2010 Rohstoffe im Gesamtwert von rund 53 Milliarden US-Dollar gefördert (Rang 3). Die Raffinadeproduktion hatte einen Gesamtwert von circa 36 Milliarden US-Dollar (Rang 7). Beachtlich sind laut Studie die brasilianischen Ressourcen. In diesem Ländervergleich belegt das südamerikanische Land Rang 1 vor Australien und Kanada. Dies sei vor allem auf die enormen Eisenerzvorkommen, aber auch auf die weltweit mit Abstand größten Niobressourcen zurückzuführen, heißt es in der Studie.

Hinter den fünf führenden Ländern (China, Brasilien, Australien, Russische Föderation und Chile) folgen Kanada, die USA, Südafrika und Indien. Aus diesen 9 Ländern stammen insgesamt 70 Prozent der weltweit produzierten Metalle und Industrieminerale sowie Vorkommen.

Australien ist der weltweit größte Rohstoffexporteur

Deutschland belegt im Ländervergleich Rang 16. Bei den Reserven, Ressourcen und der Bergbauproduktion (Rang 31, Rang 35, Rang 26) konnte sich Deutschland jeweils einen Platz im oberen Mittelfeld sichern. Ausschlaggebend dafür sind laut Studie die Produktion von Kalisalz, Steinsalz, Kalk und Kaolin sowie kleinere Ressourcen an Kupfer im Kupferschiefer von Spremberg und Zinn im Erzgebirge. Bei der Raffinadeproduktion liegt Deutschland weltweit sogar auf Rang 8. Zu diesem Ergebnis trägt vor allem die Stahlproduktion bei. Aber auch Kupfer, Zement, Aluminium, Blei und Zink spielen eine entscheidende Rolle.

Obwohl China weltweit die meisten Rohstoffe produziert, zählt das Land nicht zu den führenden Exporteuren. China verbraucht den Großteil seiner produzierten Metalle und Minerale selbst und ist zusätzlich mit Abstand der weltweit größte Importeur. Anders sieht es hingegen bei Australien, Brasilien und Chile aus. Australien ist weltweit der größte Rohstoffexporteur. Das Land hat im Jahr 2010 rechnerisch Rohstoffe im Gesamtwert von 108 Milliarden US-Dollar exportiert. Das entspricht 27 Prozent des weltweiten Exportvolumens aller Länder.

Zu den exportierten Rohstoffen zählen vor allem Eisen (53 Milliarden US-Dollar), Aluminium (32 Milliarden US-Dollar), Gold, Kupfer, Nickel, Zink und Blei. Auf Rang zwei der Nettoexporteure folgt Brasilien mit einem Exportvolumen von 45 Milliarden US-Dollar. Auch das südamerikanische Land profitiert von seinen Eisenerz-Vorkommen (36 Milliarden US-Dollar). Hinzu kommen Aluminium (10 Milliarden US-Dollar), Gold und Nickel.

Den dritten Platz belegt Chile mit einem Nettoexport von 42 Milliarden US-Dollar. Das Land 2 ist der weltweit größte Kupferexporteur (39 Milliarden US-Dollar). Auch für Deutschland ist chilenisches Kupfer wichtig. So macht Kupfer rund 34 Prozent der Importe mineralischer Rohstoffe nach Deutschland aus.

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