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Wertstoffe in der Schublade

Deutsche horten immer mehr Althandys

Der Hightech-Verband Bitkom hat errechnet, wie viele Handys und Smartphones in den heimischen Schubladen lagern. Das Ergebnis belegt, dass die Rücknahme von Althandys nach wie vor nicht funktioniert.

Rund 105 Millionen alte Handys liegen derzeit ungenutzt in deutschen Haushalten. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom. Die Zahl der gehorteten Handys ist damit in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Im Jahr 2012 lag die Summe der Althandys noch bei 85,5 Millionen, im Vergleich zu 2010 hat sich die Anzahl die ungenutzten Mobiltelefone fast verdoppelt.

Folie1„Durch die zahlreichen technischen Innovationen bei Smartphones und den rasant steigenden Absatz werden auch mehr Geräte ausgemustert“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Handys enthalten aber viele wertvolle Rohstoffe, die in die Wertstoffkreisläufe zurückgeführt werden sollten. „Die 105 Millionen Altgeräte in Deutschland enthalten zusammen 25 Tonnen Silber, 2,5 Tonnen Gold und fast eine Tonne Palladium – wertvolle und strategisch wichtige Metalle, die durch ein optimiertes Recycling zurückgewonnen werden können“, sagt Thomas Fischer, Bereichsleiter Kreislaufwirtschaft bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Angesichts der Studie ruft die DUH – wie schon der Vergangenheit –  dazu auf, die ausrangierten Geräte zurückzugeben.

Viele Verbraucher scheinen den Appell bisher jedoch noch nicht gehört zu haben. Laut Studie haben drei Viertel der Befragten mindestens ein altes Handy zu Hause liegen. Rund ein Viertel hat zwei Altgeräte daheim, 7 Prozent besitzen drei alte Mobiltelefone und 9 Prozent lagern sogar vier oder mehr Handys in den heimischen Schubladen. Rund ein Drittel der Handy-Besitzer gab an, die Altgeräte zu verkaufen, 28 Prozent verschenken sie.

Wie viele Handys jährlich zurückgegeben wurden, gibt Bitkom nicht bekannt. Dafür aber, wo die Altgeräte abgegeben werden. So übergibt jeder siebte Handybesitzer sein Altgerät einem Händler oder Mobilfunkanbieter. 19 Prozent – und damit fast jeder Fünfte –  spendet es für einen guten Zweck. Etwa 11 Prozent der Verbraucher geben ihre alten Handys in kommunalen Recyclinghöfen ab. Auch wer beste Recyclingabsichten hat, soll laut Bitkom eines nicht vergessen: Adressbücher, Nutzerprofile, Online-Banking-Zugänge, Fotos und auch Videos sollten vor der Rückgabe unbedingt gelöscht werden.

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