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Laufendes Geschäftsjahr

DSD macht Verluste in Millionenhöhe

Der Branchenführer der dualen Systeme schreibt in diesem Jahr tiefrote Zahlen. Grund sind die fehlenden Lizenzentgelte. Unter den dualen Systemen gebe es drei Anbieter, die kein Geschäftsmodell hätten, sondern ein Betrugsmodell, sagt DSD-Chef Stefan Schreiter.

Die Finanzierungsprobleme der dualen Systeme hinterlassen tiefe Spuren in der Bilanz von DSD. In diesem Jahr werde DSD einen „signifikanten Millionenverlust“ ausweisen, sagt DSD-Chef Stefan Schreiter im Interview mit der Welt am Sonntag. Als Gründe führt er die hohe Zahl an Branchenlösungen und Eigenlösungen und den damit verbundenen Rückgang an Lizenzentgelten an. Unter den dualen Systemen gebe es drei Anbieter, die kein Geschäftsmodell, sondern ein Betrugsmodell hätten, kritisiert er.

umsatzentwicklung-der-dsd-gmbh_statistic_id36543_Die Streichung der Eigenrücknahme und die deutliche Einschränkung von Branchenlösungen im Zuge der 7. Novelle der Verpackungsverordnung werden nach Schreiters Ansicht die bislang vorhandenen Gesetzeslücken schließen. Für das kommende Jahr erwartet er deshalb eine Rückkehr in die Gewinnzone. Der Umsatz werde in diesem Jahr stabil bei 700 Millionen Euro bleiben, sagte er der Sonntagszeitung. Die Rückgänge im Lizenzgeschäft würden vom stark wachsenden Recycling-Geschäft ausgeglichen. DSD betreibt drei Anlagen zur Aufbereitung von Altkunststoffen zu Granulaten. Für die kommenden drei Jahre hält es einen Umsatzanstieg auf 850 bis 900 Millionen Euro für möglich, „wenn es gut läuft“. Rund die Hälfte würde dabei auf das Lizenzgeschäft entfallen.

Schreiter äußerte sich in dem Interview auch zu den Gerüchten über einen Verkauf von DSD. Diese seien „völliger Nonsens“. Der angebliche Verkaufsprospekt sei eine Fälschung, keine dort aufgeführte Kennzahl stimme.

Schreiter sagte, dass DSD im Frühjahr eine Kapitalerhöhung durchführen musste, um den finanziellen Schaden durch die Betrugsfälle auszugleichen. Im Zuge dessen seien zwei Gesellschafter ausgeschieden. In der neuen Gesellschafterstruktur halten die beiden Finanzinvestoren HIG und Bluebay je 40 Prozent der Anteile. Die restlichen 20 Prozent liegen in den Händen des Managements.

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