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Überversorgter Markt

Eisenerzpreis sackt ab

Der Eisenerzpreis lastet weiter auf dem Stahlschrottpreis. Gestern fiel Eisenerz auf den niedrigsten Stand seit über fünf Jahren. Die Gründe hierfür liegen sowohl auf der Nachfrage- als auch auf der Angebotsseite.

Keine guten Nachrichten für Stahlschrotthändler: Der Eisenerzpreis fiel gestern (19. November) um gut 4 Prozent und notierte schließlich bei 71,80 US-Dollar je Tonne. Das ist der niedrigste Stand seit über fünf Jahren. Im Vergleich zu Stahlschrott ist Eisenerz damit noch billiger geworden. Folglich dürfte der Einsatz von Stahlschrott in integrierten Hochöfen zumindest kurzfristig noch unattraktiver werden.

Der weitere Preisrückgangfür Eisenerz ist unter anderem die Folge der konjunkturellen Entwicklung in China. Nach Angaben des Nationalen Statistikbüro in Peking ist die Stahlproduktion in der Volksrepublik unter das Vorjahresniveau gefallen. Auch die Automobilproduktion weist nur ein mäßiges Wachstum aus. Außerdem hat sich der Rückgang der Häuserpreise aufgrund des schwachen Immobiliensektors fortgesetzt.

320_grad_grafik_eisenerz_03Analysten gehen deshalb davon aus, dass die schwache Inlandsnachfrage nach Stahl sowie eine Überproduktion weiterhin für hohe Stahlexporte aus China sorgen werden. Darüber hinaus wird die schwache Nachfrage einen geringeren Bedarf an Eisenerz für die Stahlproduktion nach sich ziehen, was wiederum den Preisdruck erhöhen dürfte.

Nach Ansicht von Analysten der Commerzbank ist der globale Eisenerzmarkt derzeit klar überversorgt. Auch deshalb hat offenkundig ein starker Verdrängungswettbewerb unter den Produzenten eingesetzt. Laut Commerzbank versuchen die großen Eisenerzförderer, die relativ günstig produzieren können, kleinere Konkurrenten über eine Mengenausweitung aus dem Markt zu drängen. Die dadurch höhere Verfügbarbeit von Eisenerz am Markt lastet dementsprechend auf den Preisen.

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