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Halbjahresbericht 2014

ELG Haniel meldet bessere Geschäfte mit Edelstahlschrott

Höherer Absatz, mehr Umsatz, besseres Ergebnis: Das erste Halbjahr lief gut für den Edelstahlschrott-Aufbereiter ELG Haniel. Vielversprechend scheint auch das Geschäft mit Superlegierungen zu sein: Die Firmenzukäufe aus dem vergangenen Jahr rechnen sich.

Die ELG-Tochter dürfte dem Haniel-Konzern aktuell mehr Freude machen als die Metro-Sparte, zu der auch die Einzelhandelskette Real sowie der Media-Markt und Saturn gehören. Denn während der Metro-Bereich das Konzernergebnis mit einem Minus von knapp 100 Millionen Euro belastet, hat ELG Haniel maßgeblich zum höheren Konzernumsatz beigetragen. Auch das Ergebnis der Edelstahlschrott-Sparte hat sich deutlich verbessert.

ELG Haniel profitiert dabei von der weltweit stärkeren Nachfrage seitens der Edelstahl konsumierenden Branchen. Dadurch stieg im Zuge der höheren Edelstahlproduktion auch der Bedarf nach Schrott. So verbucht ELG Haniel für das erste Halbjahr eine Absatzsteigerung um 15 Prozent.

Der höhere Absatz sowie der Preisanstieg bei Nickel haben ELG Haniel somit ein Umsatzplus von 12 Prozent auf 1.180 Millionen Euro beschert. Auch beim operativen Ergebnis hat ELG einen Zuwachs erzielt – von 23 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 30 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2014. Hier hätten sich der gestiegene Umsatz und der Ausbau des margenstarken Superlegierungsgeschäfts positiv ausgewirkt, heißt es im Geschäftsbericht. Bereinigt man das Vorjahresergebnis um den Sonderertrag in Höhe von 4 Millionen Euro, der aus dem Verkauf einer wertberichtigten Forderung entstand, fällt der Zuwachs für das operative Ergebnis noch größer aus.

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ELG Haniel 1. Halbjahr 2014 30.6.14 30.6.013 Prozent
Umsatz (in Mio. Euro) 1.049 1.180 +12
Operatives Ergebnis
(in Mio. Euro)
23 30 +30
Mitarbeiter (durchschn. Kopfzahl) 1.199 1.257 +5

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Wie es in dem heute veröffentlichten Halbjahresbericht weiter heißt, legte der Nickelpreis seit Jahresbeginn deutlich zu und schloss das erste Halbjahr bei 18.700 US-Dollar pro Tonne ab. Im Durchschnitt lag der Preis mit 16.500 US-Dollar pro Tonne, und damit rund 3 Prozent über dem Preis des Vorjahreszeitraums.

ELG Haniel führt die Preissteigerung vor allem darauf zurück, dass Indonesien zu Jahresbeginn eine Exportbeschränkung für Nickelerze verhängt hat, die zur Produktion von Nickel Pig Iron (NPI) eingesetzt werden. NPI ist ein Ersatzprodukt, das bei der Herstellung von Edelstahl anstelle von Schrott eingesetzt wird. Darauf greifen überwiegend chinesische Firmen zurück. Deren Lagerbestände an Nickelerzen reichen zwar laut ELG Haniel noch aus, doch allein wegen der zu erwartenden Verknappung des Rohstoffs Nickel sei es zu einem deutlichen Preisanstieg gekommen. Die Preise für Chrom und Eisen – die weiteren bedeutenden Bestandteile im Edelstahlschrott – hätten hingegen in den ersten sechs Monaten 2014 auf dem Niveau des Vorjahres gelegen.

Durchschnittlicher Nickelpreis im Zeitraum von 1980 bis 2012 (in US-Dollar je Tonne) Bei der Mitarbeiterzahl legte ELG Haniel leicht von 1.224 auf 1.257 zu – insbesondere durch die vollständige Einbeziehung der im vergangenen Jahr akquirierten Unternehmen ABS Industrial Resources und Metals Management Aerospace. Beide Unternehmen sind im Marktsegment Superlegierungen tätig, das laut ELG Haniel im ersten Halbjahr 2014 ebenfalls von einer guten Nachfrage sowie steigenden Rohstoffpreisen gekennzeichnet war. Das Preisniveau des für das Superlegierungsgeschäft bedeutsamen Rohstoffs Titan lag über dem des Vorjahreszeitraums.

Wie es im Halbjahresbericht heißt, habe sich die Ausgangstonnage bei den Superlegierungen unter Berücksichtigung der beiden erworbenen Unternehmen um 58 Prozent erhöht. Doch auch bereinigt um diese Unternehmenskäufe fällt der Zuwachs noch deutlich aus: Die Absatzsteigerung beläuft sich dann auf 14 Prozent.

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