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Internationaler Markt

Gute Prognosen für Stahlschrottbedarf in Indien

Indien und seine Nachbarländer schwingen sich zum Großabnehmer für Stahlschrott auf. Allein Bangladesch könnte die Nachfrage in den kommenden zwei Jahren mehr als verdoppeln, glauben Marktteilnehmer. Auch China könnte zulegen – allerdings nicht bei den Einfuhren, sondern bei den Exporten.

Die Aussichten für den Schrottmarkt in und um Indien sind gut: Künftig könnten die Länder Pakistan, Indien und Bangladesch zwischen 10 und 15 Millionen Tonnen Stahlschrott jährlich auf dem Weltmarkt nachfragen, sagte Zain Nathani von der Nathani Gruppe bei der Herbsttagung des Weltrecyclingverband BIR in Amsterdam. Alleine Bangladesch soll bis 2018 seinen Stahlschrottbedarf von derzeit rund 1,5 Millionen Tonnen auf 4 Millionen Tonnen mehr als verdoppeln.

Die Einschätzung Nathanis stützt auch Rolf Willeke, statistischer Berater beim BIR. Schon jetzt sei Indien der weltweit zweitgrößte Stahlschrottimporteur nach der Türkei. Alleine in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden dorthin mit 3,77 Millionen Tonnen fast 20 Prozent mehr verschifft, als noch im Vorjahreszeitraum.


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Unangenehme Konkurrenz könnten die Händler allerdings einmal mehr aus China bekommen. Denn nach Einschätzung des Marktanalysten Curtis Zhu wird dort ab dem Jahr 2030 das Schrottaufkommen signifikant steigen.

„China kann zu einem ziemlich großen Schrottexporteur werden“, sagte Zhu. Gleichzeitig glaubt der Analyst, dass es durchaus möglich ist, dass in den kommenden Jahren China die jährliche Stahlherstellung um 150 Millionen Tonnen zurückfährt. Er hält sogar Kürzungen bis zu 180 Millionen Tonnen für realistisch.

Sollte künftig also mehr Schrott in China anfallen und zugleich weniger für die Stahlproduktion benötigt werden, könnten die zusätzlichen Schrottexporte den internationalen Markt kräftig aufmischen. Im schlimmsten Fall könnte auch das Preisniveau gedrückt werden, wenn China ähnlich wie beim Export von Stahlknüppeln kräftig an der Preisschraube drehen sollte.

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