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Marktbericht für NE-Metalle

Konjunkturdaten lasten auf Schrottpreisen

Quelle: ©iStock.com/JacobH

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Schwache Konjunkturdaten aus China haben einen Großteil der Metallpreise nach unten gezogen. Auch die Schrottpreise wurden von der Korrektur erfasst. Nur ein einziges Metall stemmt sich gegen den Trend. Der wöchentliche Marktbericht für NE-Metalle.

Abermals schwächere Zahlen der chinesischen Wirtschaft haben die Metallpreise in den vergangenen Tagen in Mitleidenschaft gezogen. Ausschlaggebend waren die Daten aus der Automobilindustrie und dem Immobiliensektor, die schlechter ausfielen als erwartet. Insbesondere Aluminium und Kupfer gaben daraufhin nach. Der Dreimonatspreis für Aluminium notierte gestern (19. November) bei 2.015 US-Dollar je Tonne. Der Dreimonatspreis für Kupfer lag bei 6.644 US-Dollar.

Nur Nickel konnte sich dem generellen Abwärtstrend entziehen. Der Dreimonatspreis kletterte im Vergleich zur Vorwoche um gut 300 US-Dollar und notierte gestern bei 15.900 US-Dollar je Tonne. Vermutlich steckt hinter dem Preisanstieg die Ankündigung eines indonesischen Regierungsvertreters, dass die Regierung Indonesiens das Exportverbot für unbehandelte Nickelerze beibehalten wird.

Gute Aussichten dürfte auch Blei haben. Denn traditionell zieht die Nachfrage nach Blei in den Wintermonaten an, was insbesondere auf eine höhere Batterieproduktion zurückzuführen ist. Auch gemäß der Fundamentaldaten würde einem Preisanstieg nur wenig entgegenstehen: Nach den aktuell veröffentlichten Zahlen der International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) gab es auf dem globalen Bleimarkt in den ersten 9 Monaten dieses Jahres nur einen Angebotsüberschuss von 12.000 Tonnen.

Gute Voraussetzungen hat fundamental gesehen auch der Zinkpreis. Denn laut ILZSG betrug der Nachfrageüberschuss zwischen Januar und September dieses Jahres rund 309.000 Tonnen. Gestern lag der Dreimonatspreis für Zink bei 2.242 US-Dollar je Tonne. Vor einem Jahr lag der Preis noch bei 1.860 US-Dollar.

Nur Nickelschrott erlöst mehr

Der generelle Preisrückgang erfasste auch die Schrottpreise. Nach Angaben des Verbands Deutscher Metallhändler (VDM) erlöste Blanker Kupferdrahtschrott (Kabul) am gestrigen Mittwoch (19. November 2014) zwischen 5.080 und 5.260 Euro je Tonne. Im Vergleich zur Vorwoche bedeutet das eine Preissenkung um durchschnittlich 20 Euro. Schwerkupferschrott (Keule) gab um durchschnittlich 30 Euro nach und notierte zwischen 4.870 und 4.970 Euro je Tonne.

Eine leichte Preisreduktion gab es auch für Aluminiumschrott. Drahtschrott aus Reinaluminium (Achse) erlöste laut VDM zwischen 1.640 und 1.790 Euro je Tonne. Das bedeutet einen Preisrückgang um durchschnittlich 10 Euro. Der Preis für Aluminiumprofilschrott (Alter) notierte am Mittwoch zwischen 1.660 und 1.760 Euro je Tonne. Das bedeutet am oberen Ende einen Rückgang um 20 Euro.

Nach unten zeigen auch die Preise für Bleischrott und Altzink. Weichbleischrott (Paket) erlöste am Mittwoch zwischen 1.350 und 1.470 Euro je Tonne. Das bedeutet eine Preissenkung um durchschnittlich 30 Euro. Altzinkschrott (Zebra) kam laut VDM auf 1.310 bis 1.400 Euro je Tonne. Das bedeutet eine Preisreduktion um 30 Euro am unteren Ende und 10 Euro am oberen Ende.

Gestiegen sind lediglich die Preise für Nickelschrott. V2A (Alt- und Neuschrott) erzielte am vergangenen Mittwoch zwischen 1.050 und 1.120 Euro. Das bedeutet einen Zuwachs um 10 Euro am unteren Ende und 50 Euro am oberen Ende. V4A (Alt- und Neuschrott) erlöste zwischen 1.460 und 1.550 Euro je Tonne. Das bedeutet eine Preissteigerung um 50 Euro an der Spitze.

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