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BAFA verwehrt Rückzahlung für 2014

Kunststoffrecycler fordern Rückerstattung der EEG-Umlage

Die Kunststoffrecyclingindustrie ist von weiten Teilen der EEG-Umlage befreit. Doch die Ausgleichsregelung gilt erst ab 2015. Für 2014 drohen die Recycler auf den Kosten sitzenzubleiben. Der bvse warnt vor Insolvenzen.

Die Kunststoffrecycling-Industrie ist von der EEG-Umlage zu weiten Teil befreit, doch die Kuh ist noch nicht vom Eis. Für die seit Januar 2014 geleisteten Zahlungen der vollen EEG-Umlage gibt es keine Ausgleichregelung, weil die Befreiung erst ab dem kommenden Jahr gilt. „Bislang bleibt den betroffenen Kunststoffrecyclern die Inanspruchnahme der Besonderen Ausgleichsregelung für das Jahr 2014 durch das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle verwehrt“ monierte bvse-Vizepräsident Herbert Snell beim Altkunststofftag des Verbands in Bad Neuenahr.

Bleiben die betroffenen Unternehmen auf ihren EEG-Kosten sitzen, könnte dies manche Firmen in die Insolvenz zwingen, befürchtet Snell. Der bvse fordert deshalb das Bundeswirtschaftsministerium auf, sich für die Belange der Kunststoffrecycler einzusetzen. Das Ministerium solle das BAFA anweisen, dass alle Unternehmen, die für 2014 einen Antrag auf Begrenzung der EEG-Umlage gestellt haben, auch befreit werden. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Begrenzung der Umlage nicht auch für 2014 gelten soll, betonte der Vizepräsident.

Abgesehen von den Querelen um die EEG-Umlage verläuft das Kunststoffrecycling in Deutschland in relativ stabilen Bahnen. Angebot und Nachfrage nach Rezyklaten seien ausgeglichen, berichtete bvse-Referent Thomas Probst in Bad Neuenahr. Allerdings habe die gute Gesamtkonjunktur in Deutschland das Kunststoffrecycling bislang nur in geringem Umfang beeinflusst. Sowohl im Inland wie auch im europäischen Binnenmarkt seien kaum Veränderungen zum Vorjahr feststellen. Die Exportnachfrage aus Fernost habe sich mit den Änderungen der Green Fence Politik zwar erhöht, erreiche aber keineswegs das Niveau der Vorjahre. Aus konjunkturellen Gründen sei aber die Nachfrage aus China geringer als in den Vorjahren.

Stabil sei auch die Nachfrage nach Standardkunststoffen, erklärte Probst. Die Kunststoffrecycler würden allerdings noch immer mit qualitativ unzureichenden Qualitäten der Sortierware kämpfen. Die Anlagen der Kunststoffrecycler hätten noch freie Verarbeitungskapazitäten, erklärte der Verbandsvertreter.

Positive Marktimpulse kommen Probst zufolge von den Technischen Kunststoffen im Primärmarkt, die sich abgeschwächt auch im Sekundärmarkt wiederfänden. Das Recycling der Technischen Kunststoffe zeige im Mai dementsprechend eine Belebung. „Bei den Technischen Kunststoffen wirkt sich die konjunkturelle Belebung also etwas deutlicher aus als bei Standardkunststoffen“, sagte der bvse-Referent. Nor vor den Sommerferien könnte das Kunststoffrecycling in diesem Bereich einen weiteren Aufschwung gewinnen.

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