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Was sonst noch passiert

Kurznachrichten im Überblick

• Neuer Abfallbehälter von Lidl und Zentek
• Handelsverbände gründen GmbH für Zentrale Stelle
• Tarifverhandlungen der privaten Kreislaufwirtschaft stecken fest
• bvse fordert Aufbau eines europäischen Recyclingnetzwerkes
> Weitere Kurznachrichten finden Sie hier

Donnerstag, 19. Februar 2015:

  • Die Stadt Dülmen im nordrhein-westfälischen Kreis Coesfeld will bis Ende des Jahres am Pilotprojekt „Duotonne“ teilnehmen, das der Kreis zusammen mit dem Entsorgungskonzern Remondis plant. Bei der Duotonne wird die Altpapiertonne nach ihrer Leerung in eine Altkleidertonne umfunktioniert. Die Sammlung von Altkleidern und Altschuhen in Plastiksäcken soll zunächst zwei Mal pro Jahr stattfinden.
  • Der Eisenerzpreis lag im Januar 2015 im Monatsdurchschnitt bei 67,84 US-Dollar pro Tonne, berichtet die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Damit war der Preis so niedrig wie zuletzt 2008/2009. Im Verlauf des Jahres 2014 hat sich der Preis für Eisenerz nahezu halbiert.
  • In der indischen Hafenstadt Sanegaon hat die Firma Esquire Shipping & Trading Pvt. Ltd. seit Juni 2014 eine neue Sennebogen-Materialumschlagmaschine vom Typ 880 Classic im Einsatz. Die Maschine wird für den Umschlag sämtlicher Schüttgüter eingesetzt. Die multifunktionelle Umschlagmaschine übertreffe die bisherigen Umschlagbagger um ein Vielfaches in Sachen Reichweite und Leistung, teilt Sennebogen in einem Einsatzbericht mit.
  • Für die Aufbereitung von Gewerbe-, Baumisch- und Bioabfall sowie Altholz bietet der Anlagenhersteller Doppstadt flexible Langsamläufer wie den Ein-Walzen-Vorzerkleinerer DW 306 CERON an. Für die Feinarbeit hat Doppstadt den stationären Nachzerkleinerer NZ 180 mit Schlegeltrommel im Programm. Die Anlage zerkleinert Altholz der Klassen A1 bis A4 bei einer Leistung bis zu 45 Tonnen pro Stunde und einer Korngröße bis 100 mm. Eisenhaltige Metalle und Buntmetalle werden aus dem Holz entfernt, berichtet Doppstadt. Der DW 306 Ceron wird unter anderem von der Gesellschaft für Wertstoff-Verwertung mbH aus dem Neckarraum eingesetzt.
  • Die Neuzulassungen in den drei großen Automobilmärkten Westeuropa, USA und China sind im Januar deutlich gestiegen. In den USA erhöhte sich die Nachfrage nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) um 14 Prozent auf 1,15 Millionen Einheiten. China verzeichnet eine Zunahme um 13 Prozent auf rund 1,9 Millionen Fahrzeuge. Die Pkw-Neuzulassungen in Westeuropa legten um gut 6 Prozent auf 954.700 Einheiten zu. Alle Top-5-Märkte (Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien) lagen im Plus. In Spanien erhöhten sich die Pkw-Neuzulassungen um über 27 Prozent, während Italien einen Zuwachs von 11 Prozent verbuchte. Großbritannien meldet ein Plus von knapp 7 Prozent und Frankreich von gut 6 Prozent. In Deutschland legten die Neuzulassungen um knapp 3 Prozent zu.
  • Die Produktion im Bau­gewerbe der 18 Staaten im Euro­raum ist im Dezember um 0,8 Prozent gegenüber November 2014 zurückgegangen. Innerhalb der EU-28 belief sich der Rückgang auf 0,5 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat meldet. Für das ganze Jahr 2014 sind die Zahlen jedoch positiv. Laut Eurostat erhöhte sich die durchschnittliche Produktion im Bau­gewerbe im Euro­raum um 2,0 Prozent gegenüber 2013. Innerhalb der EU-28 stieg die Produktion um 3,0 Prozent.

Mittwoch, 18. Februar 2015:

  • Die Folgen der geldpolitischen Kehrtwende der Schweizer Zentralbank werden nun konkret sichtbar – auch für die Schweizer Abfallwirtschaftsbranche. Durch die massive Aufwertung des Schweizer Franken sieht sich die Basler Entsorgungs- und Recyclingfirma Lottner gezwungen, die Vergütungspreise für Altpapier zu senken. Das berichtet die bz Basel in ihrer heutigen Onlineausgabe. Besonders stark ist die Stadt Basel davon betroffen. Sie nimmt laut Zeitung bis zu 330.000 Franken im Jahr weniger ein. Als Grund nennt Lottner den steigenden Konkurrenzdruck bei den Schweizer Papierfabriken, die überwiegend in die EU exportieren. Um auf dem europäischen Papiermarkt trotz Aufwertung des Schweizer Frankens konkurrenzfähig bleiben zu können, hätten die Papierfabriken ihrerseits die Ankaufpreise für Altpapier bereits gesenkt.
  • Recyclingpapier lässt sich genauso gut archivieren wie Papier aus frischen Holzfasern. Das stellt das Umweltbundesamt (UBA) in einem aktuellen Hintergrundpapier fest, auf das die Initiative Pro Recyclingpapier aufmerksam macht. Demnach erfüllt Recyclingpapier alle Anforderungen an zu archivierendes Schriftgut. So entsprächen Blauer-Engel-Papiere mit der DIN Norm 6738 einer Lebensdauer, an die höchste Ansprüche gestellt werden könne. „Seit über 25 Jahren werden alle in Europa hergestellten Primär- und Sekundärfaserpapiere für Kopier- und Druckzwecke im neutralen oder alkalischen Bereich und mit einer ausreichenden alkalischen Reserve hergestellt. Der sogenannte ‚Säurefraß‘, der bis zu einer Zerstörung der Blattstruktur führen könnte, ist damit ausgeschlossen“, zitiert die Initiative das UBA-Papier.
  • Die Handelskette Lidl und Zentek haben gemeinsam einen neuen Typ von Abfallbehälter entwickelt. Die sogenannte Lidl Recycling Station ist mit dem German Design Award 2015 im Segment Transportation and Public Design ausgezeichnet worden, wie der Kölner Entsorger Zentek mitteilt. Eine eigens entwickelte Sensorik melde selbstständig den Füllstand. Zur Leerung erhalte der Entsorger alle Informationen und Aufträge direkt auf sein Smartphone. Ein Online-Portal soll für Transparenz und die Wertstoff-Bilanzen sorgen. Der Abfallbehälter sei zudem mit einer Handdesinfektionsanlage ausgestattet und mache sich bei der Benutzung auch akustisch bemerkbar. Je nach Wunsch würden sich online unterschiedliche Klangkulissen oder Texte aufspielen lassen.
  • Der Technologiekonzern Andritz hat einen 100 Millionen Euro schweren Auftrag über die Lieferung wichtiger Produktionstechnologien für ein neues Zellstoffwerk des finnischen Zellstoffherstellers Metsä Fibre bekommen. Das Werk wird auf eine Jahreskapazität von 1,3 Millionen Tonnen ausgelegt. Andritz wird nach eigenen Angaben eine komplette Holzverarbeitungsanlage mit drei Entrindungs- und Hackschnitzellinien, drei Hackschnitzellagerungs- und Austragsystemen sowie den Rindentransport liefern. Außerdem beinhaltet der Auftrag eine Faserlinie für Weich- und Hartholz sowie eine Eindampfanlage für Schwarzlauge, die mit 1.650 Tonnen/Stunde über die größte Kapazität Europas verfügen soll. Schließlich liefert der österreichische Konzern auch die europaweit größte Kaustifizierungsanlage (Weißlaugenproduktion: 16.000 m3/Tag) mit zwei Zentrifugen für Grünlaugenrückstände, einem Kalklöscher sowie Weißlaugen- und Kalkschlammscheibenfiltern. Wie Andritz hervorhebt, stellt die neue Zellstofffabrik eine neue Generation von Bioproduktanlagen in der Zellstoffindustrie dar, die zusätzlich zur Produktion hochqualitativen Zellstoffs das Rohmaterial Holz in Biostoffe und Bioenergie umwandeln kann. Fossile Brennstoffe müssten nicht eingesetzt werden, da der gesamte Energiebedarf aus Holz abgedeckt wird.
  • Die Industrie- und Handelsverbände haben ihre Ankündigung wahr gemacht und sich auf die Gründung einer GmbH als organisatorische Vorläuferin einer neutralen Zentralen Stelle verständigt. Sie gehen somit fest davon aus, dass die Produktverantwortlichen die organisatorische Verantwortung für die Zentrale Stelle übertragen bekommen. Entsprechende Überlegungen für das geplante Wertstoffgesetz gibt es in der Tat seitens des Bundesumweltministeriums, auch wenn der angekündigte Entwurf für das Wertstoffgesetz immer noch aussteht. Wie es in einer gemeinsamen Mitteilung des Handelsverbands Deutschland (HDE), der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE), der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) und des Markenverbands heißt, ist Gunda Rachut zur Projektleiterin berufen worden. Sie war bis 2012 geschäftsführende Mitgesellschafterin der cyclos GmbH in Osnabrück. Nach den Vorstellungen der Verbände soll aus der GmbH zu einem späteren Zeitpunkt eine neutrale Stiftung hervorgehen. Als Träger der Stelle sehen sich die Verbände in ihrer Funktion als Produktverantwortliche in der Pflicht.
  • Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland haben im Februar zum vierten Mal in Folge zugelegt: Der Index stieg gegenüber Januar um 4,6 Punkte auf einen Stand von 53,0 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Februar 2014. „Die Geldflut der Europäischen Zentralbank und die überraschend starke wirtschaftliche Entwicklung im vierten Quartal 2014 sorgen für gute Stimmung unter den Finanzmarktexperten“, kommentiert ZEW-Präsident Clemens Fuest. Die Bewertung der konjunkturellen Lage in Deutschland verbesserte sich deutlich. Der Index gewinnt 23,1 Punkte und steht nun bei 45,5 Punkten.
  • In NRW landen pro Woche und Bäckereibetrieb Waren im Wert von durchschnittlich 15.700 Euro im Müll. In Mengen ausgedrückt macht das rund 2,7 Tonnen an Brot und Backwaren aus, die wöchentlich pro Bäckereibetrieb zu viel produziert und dann entsorgt werden müssen. Das teilt das NRW-Umweltministerium mit. Dazu gehören vor allem Brot- und Backwaren aus den einzelnen Bäckereifilialen, die zurück zur Produktionsstätte gegeben werden. Erhoben wurden die Ergebnisse durch ein kürzlich abgeschlossenes Projekt der Fachhochschule Münster, welches vom Verbraucherschutzministerium NRW gefördert wurde. Die erhobenen Daten ergeben einen Annäherungswert und seien nicht repräsentativ.
  • Die Lohntarifverhandlungen der privaten Kreislaufwirtschaft sind gestern zum zweiten Mal hintereinander ohne Ergebnis unterbrochen worden. Ende März sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden. Die Arbeitgeberseite hat nach Auskunft des BDE wenige Tage nach Veröffentlichung der Verbraucherpreisentwicklung durch das Statistische Bundesamt ihr Angebot deutlich erhöht. Obwohl das Statistische Bundesamt für den Januar einen Rückgang der Verbraucherpreise um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr festgestellt habe, habe die Kleine Tarifkommission des BDE ein Angebot vorgelegt, das für 24 Monate eine deutliche Erhöhung um 2,5 Prozent vorsieht. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, in den nächsten Wochen Möglichkeiten einer rechtlich einwandfreien gesonderten Erhöhung der Vergütung im Bereich der Ausbildung zum Berufskraftfahrer zu prüfen.

Donnerstag, 12. Februar 2015:

  • Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Böblingen hat im vergangenen Jahr 800.000 Euro mit der Altkleidersammlung verdient. Die vom Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) organisierte Sammlung erweise sich als Erfolg, heißt es aus dem Landratsamt. Insgesamt wurden 2014 rund 1.600 Tonnen Altkleider eingesammelt. Zuvor hatte das Landratsamt private Sammlungen von Altkleidern im Landkreis untersagt.
  • Der Umweltcluster Bayern ist im Februar mit dem Silber Label des European Secretariat for Cluster Analysis (ESCA) ausgezeichnet worden. Damit sei die professionelle Arbeit der Cluster-Geschäftsstelle und das umfangreiche Angebot aus Projekten, Veranstaltungen und maßgeschneiderter Beratung rund um das Thema Umwelttechnologie von der höchsten europäischen Clusterebene bestätigt worden, zeigt sich der Umweltcluster zufrieden. „Es ist toll, dass wir nun eines der sieben Cluster in ganz Deutschland sind, die die Kriterien für das europäische Cluster Label in Silber erfüllen“, erklärte Geschäftsführerin Claudia Reusch.
  • Die Europäische Vereinigung der Kunststoff-Recycling- und –Verwertungsorganisationen EPRO vergibt in diesem Jahr wieder den Best Recycled Product Award 2015. Die Auszeichnung „Bestes Recyclingprodukt“ würdigt innovative und erstklassige Produkte aus Kunststoff-Rezyklaten aus ganz Europa. Mit dem Preis soll ein Bewusstsein geschaffen werden für den Wert und das Potenzial von gebrauchten, entweder ehemals privat oder industriell eingesetzten Kunststoffen. Der Wettbewerb zielt im Wesentlichen darauf ab, Kunststoff nicht als Abfall, sondern als wertvolle Ressource anzusehen. Zum ersten Mal wird der Gewinner der Auszeichnung in diesem Jahr auch einen Preis in Form einer Produktförderung in einschlägigen europäischen Zeitschriften erhalten. Der Verband ruft Unternehmen zur Teilnahme auf, die Produkte aus recyceltem Kunststoff fertigen. Einsendeschluss für die Einreichung von Herstellerbeiträgen ist der 11. März 2015.
  • Der ifo Index für die Weltwirtschaft ist im ersten Quartal 2015 leicht gestiegen, nachdem er im Vorquartal kräftig gesunken war. Die Besserung des Weltwirtschaftsklimas resultiere ausschließlich aus leicht positiveren Konjunkturerwartungen, teilt das Wirtschaftsforschungsinstitut ifo mit. Die Weltkonjunktur als Ganzes zeigt wenig Dynamik, regional betrachtet gibt es allerdings erhebliche Unterschiede. So habe sich das ifo Wirtschaftsklima in Nordamerika und in Europa verbessert. In allen anderen Regionen setzte sich die Verschlechterung des Wirtschaftsklimas fort. In Asien fiel der Indikator nur leicht unter seinen langfristigen Durchschnitt.

Mittwoch, 11. Februar 2015:

  • Die Entgelttarifverhandlungen der privaten Kreislaufwirtschaft sind am heutigen Mittwoch ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Vertreter der Arbeitgeber und Arbeitnehmer wollen nun am kommenden Dienstag (17. Februar) die Gespräche fortsetzen. Der Verhandlungsführer und Vizepräsident des BDE, Oliver Gross, spricht sich für eine moderate Entgelterhöhung aus. Die derzeitige deflationäre Tendenz dürfe nicht außer Acht gelassen werden, erklärte er im Anschluss an das heutige Treffen. Eine erste Gemeinsamkeit gab es laut BDE in der Einschätzung beider Verhandlungsgruppen, dass die Nachwuchsgewinnung insbesondere bei den Kraftfahrern in den nächsten Jahren für die Unternehmen eine besondere Herausforderung darstelle.
  • Die mittelständischen Recycling- und Entsorgungsunternehmen leiden unter dem bürokratischen Aufwand und Haftungsrisiken, die der neue Mindestlohn mit sich bringt. Die Nachweispflichten würden gerade für kleine und mittlere Firmen einen erheblichen Aufwand verursachen, kritisiert der bvse. Kritik übt der Verband auch am Arbeitgeberverband BDE. Es sei kein Geheimnis, dass viele Unternehmen nicht nachvollziehen könnten, dass der Branchenmindestlohn über dem gesetzlichen Mindestlohn liege, erklärt der bvse. Aufgrund des Branchenmindestlohnes würden den Unternehmen sogar manche Nachweispflichten entstehen, die nicht den Regeln des Mindestlohngesetzes folgen, sondern gemäß den Vorschriften des Arbeitnehmerentsendegesetzes gelten. bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock empfiehlt daher, den Branchenmindestlohn „ad acta zu legen”.
  • Der Umweltausschuss des Bundestages hat einen Antrag der Linke-Fraktion zur Förderung von Müllverbrennungsanlagen abgelehnt. Die Linke wollte Abfallverbrennungsanlagen finanziell fördern, wenn bei Modernisierung oder Neubau ein Konzept über die ganzjährige regionale Auslastung für die nächsten zehn Jahre vorgelegt wird und zudem keine Abfallimporte vorgesehen sind. Der Antrag wurde mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD abgelehnt.
  • Das Recycling von carbonfaserverstärktem Kunststoff (CFK) bereitet nach wie vor Probleme. Dennoch spricht sich mehr als die Hälfte aller Befragten des VDI Themenradars Automobil dafür aus, nicht auf die Chancen, die CFK im Leichtbau bietet, zu verzichten. Fast ein Drittel (27,6 Prozent) sieht es jedoch anders. Sie sind der Meinung, dass sich CFK erst durchsetzen wird, wenn die Recyclingfrage gelöst ist. Nur 13,8 Prozent sind davon überzeugt, dass die Recyclingfrage keinen Einfluss auf den Erfolg von CFK hat. Prognosen zufolge wird sich der globale Bedarf bis 2020 von derzeit 50.000 auf 100.000 Tonnen verdoppeln. Dem steigenden Aufkommen stehen aktuell aber nur wenige Recycling- und Wiederaufbereitungskapazitäten gegenüber.
  • Am 14. April 2015 findet in Bonn ein VDI-Expertenforum zum Thema Behandlung und Verwertung von Deponiegas statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der neue Richtlinienentwurf VDI 3899 Blatt 1 „Emissionsminderung – Deponiegas – Deponiegasverwertung und -behandlung“. Der Richtlinienentwurf zeigt die gängigen Verfahren zur Verwertung und Behandlung von Deponiegas und ihre jeweiligen Einsatzgrenzen. Darüber hinaus werden Anwendern Wege aufgezeigt, bestehende Behandlungseinrichtungen zu optimieren. Veranstaltet wird das Forum vom VDI in Zusammenarbeit mit dem Bundesumweltministerium und dem Umweltbundesamt. Das Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung zum VDI-Expertenforum finden Sie hier.

Montag, 9. Februar 2014:

  • Der Entsorgerverband bvse fordert den Aufbau eines mittelständischen Recyclingnetzwerkes in Europa. Dadurch könnte die Recycling- und Entsorgungsbranche einen erheblichen Beitrag für eine Stärkung der regionalen Wertschöpfung leisten, erklärt bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock in einem Schreiben an Karl Falkenberg, Generaldirektor Umwelt der Europäischen Kommission. Hinzu komme, dass die mittelständische Recyclingbranche im Vergleich zur thermischen Verwertung ein enormes Potenzial an Arbeitsplätzen berge. Kleine und mittlere Entsorgungsunternehmen fungierten in den Regionen als Jobgaranten, da die Sammlung und vielfach auch die Sortierung unmittelbar vor Ort erfolgen. “Ehrgeizige EU-Vorgaben könnten auf diese Weise zehntausende Arbeitsplätze schaffen, die nicht nur zukunftsorientiert sind, sondern auch die Entsorgungswirtschaft nachhaltiger gestalten”, betont Rehbock. Er bedauere deshalb die Nachricht, dass sich die EU-Kommission nun offenbar doch dazu entschieden habe, das EU-Abfallpaket zurückzuziehen.
  • Die Produktion in der deutschen Elektronikindustrie fiel im vergangenen Jahr etwas höher aus als erwartet. Nach Angaben des Branchenverbands ZVEI belief sich der Zuwachs bei den Auftragseingängen für die heimische Elektrobranche auf 0,6 Prozent gegenüber Vorjahr. Während die Bestellungen aus dem Inland stagnierten, stiegen die Aufträge aus dem Ausland um 1,2 Prozent. Der Branchenumsatz für 2014 erhöhte sich nach vorläufigen Berechnungen des Verbands um 3 Prozent auf 171,9 Milliarden Euro. Die Inlandserlöse nahmen um 1,7 Prozent auf 86,7 Milliarden Euro zu, die Auslandserlöse um 4,3 Prozent auf 85,2 Milliarden Euro. Für 2015 rechnet der ZVEI mit einem weiteren Umsatzanstieg auf rund 174,5 Milliarden Euro.
  • Nach dem starken Rückgang des Ölpreises reagieren nun auch die Kunststoffpreise. In den USA seien die Preise von Polypropylen (PP) um gut ein Drittel gefallen, berichtet der Branchendienst KI – Kunststoff Information. Der starke Preisrückgang hat aber noch nicht alle Sorten und Regionen erfasst. So gebe es vor allem in Europa einige Typen von Polyethylen (PE), der am meisten verbrauchten Kunststoffsorte, deren Preise weniger stark fallen.
  • Die deutschen Exporteure erwarten für 2015 eine weitere Zunahme der Ausfuhren. „Trotz weiter schwelender Risiken und Krisenherde wie beispielsweise der Euro-Rettungspolitik oder der Ukraine-Russlandkonflikt, rechnen wir damit, das Vorjahresergebnis in 2015 mit einem Wachstum in Höhe von 4 Prozent sogar noch einmal übertreffen zu können“, erklärte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton F. Börner. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts haben sich die deutschen Exporte im Jahr 2914 im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 1.133,6 Milliarden Euro erhöht. Die Importe nahmen um 2,0 Prozent zu und erreichten 916,5 Milliarden Euro. Damit schloss die Außenhandelsbilanz im Jahr 2014 mit einem Überschuss von 217,0 Milliarden Euro ab.

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