Responsive Menu Pro Image
Responsive Menu Pro Image Responsive Menu Clicked Image
Home / Stoffströme / Abfallverbrennung / „Leuna zeigt, wie es funktioniert“
TREA Leuna versorgt Chemiepark

„Leuna zeigt, wie es funktioniert“

Quelle: MVV Energie AG

Quelle: MVV Energie AG

Mit der Wärme der TREA Leuna wird ab sofort der benachbarte Chemiepark versorgt. Für die ansässigen Unternehmen bedeutet das niedrigere Energiekosten. Möglich macht das ein neues Dampfversorgungssystem.

Die Wärme aus der thermischen Abfallbehandlungsanlage TREA Leuna kommt künftig dem Chemiepark Leuna zugute. Dafür wird eine drei Kilometer lange Dampfleitung und ein neues Mitteldruckdampfversorgungssystem sorgen, das gestern offiziell in Betrieb genommen wurde. Die Bauzeit für das neue Dampfversorgungssystem betrug zehn Monate, gekostet hat die Investition rund 8 Millionen Euro.

Durch das neue Dampfversorgungssystem werde der Einsatz des fossilen Brennstoffes Erdgas am Chemiestandort vermindert, was wiederum den CO2-Ausstoß um jährlich etwa 215.000 Tonnen reduziert, teilt MVV Umwelt , der Betreiber der TREA Leuna, mit. Die Müllverbrennungsanlage mit einem Jahresdurchsatz von 390.000 Tonnen Abfall produziert im Normallastfall 120 Tonnen Dampf pro Stunde. Die Frischdampfproduktion beläuft sich etwa 1,4 Millionen Tonnen pro Jahr bei 40bar/400°C. Die Stromproduktion kommt auf 250.000 MWh jährlich.

Den Anstoß für das Projekt hatte die InfraLeuna gegeben. Sie hatte 2013 das Energiekonzept „ProEnergie 2014+“ für den Chemiestandort Leuna erarbeitet, um die Energiekosten zu reduzieren. Der Startpunkt war die Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen InfraLeuna und MVV Umwelt zur Erschließung zusätzlicher, kosteneffizienter Dampfquellen für den Chemiestandort im November 2013, der nun in Form des neues Dampfversorgungssystems umgesetzt wurde.

„Durch die Inbetriebnahme des neuen Mitteldruckdampfversorgungssystems wird ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung des Energiekonzeptes erreicht und die Wettbewerbsfähigkeit und die Attraktivität des Chemiestandortes Leuna substanziell verbessert“, erklärte InfraLeuna-Geschäftsführer Christof Günther. Auch das Bundesumweltministerium ist zufrieden. „Das Projekt der InfraLeuna ist ein schönes Beispiel dafür, wie man eine klima- und ressourcenschonende, sichere und kostengünstige Energieversorgung vor Ort planen und konsequent umsetzen kann“, sagte Franzjosef Schafhausen, Abteilungsleiter Klimaschutzpolitik im Bundesumweltministeriums bei der offiziellen Inbetriebnahme. „Wir brauchen in Deutschland noch mehr derartige Initiativen. Leuna zeigt, wie es funktioniert.“

Kommentar verfassen

Anzeige

Mehr auf 320°

Mehr auf 320°