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Halbjahreszahlen 2014

Mayr-Melnhof steigert Umsatz und Gewinn

Bei “flacher Entwicklung” des Rohstoffs Altpapier bilanziert die Mayr-Melnhof Karton AG für das erste Halbjahr 2014 eine Ergebnisverbesserung. Grund sind unter anderem bessere Verkaufspreise für Recylingkarton.

Der börsennotierte Kartonhersteller Mayr-Melnhof mit Sitz in Wien hat im ersten Halbjahr 2014 seine Umsatzerlöse um 5,2 Prozent gesteigert. Der Konzern hat laut Geschäftsbericht mit seinen beiden Divisionen MM Karton und MM Packaging insgesamt 1,033 Milliarden umgesetzt, im Vorjahreszeitraum waren es 981 Millionen. Der Nettogewinn stieg damit um 11,2 Prozent auf 61 Millionen Euro.

Den Zuwachs erklärt die Gruppe mit einem Mengenanstieg in beiden Divisionen sowie einem „erweiterten Produktmix und bessere durchschnittliche Verkaufspreise bei MM Karton“. Das betriebliche Ergebnis vor Steuern (EBT) beider Sparten stieg zusammen um 12,7 Prozent Millionen auf 82,7 Millionen Euro. Positiv habe sich auch ein Einmaleffekt durch einen Zukauf in Norwegen ausgewirkt.

Weltweiter Pro-Kopf-Verbrauch von Papier, Karton und Pappe in den Jahren 2006 bis 2011 (in Kilogramm je Einwohner) Die Karton-Division ist nach Angaben von Mayr-Melnhof der weltweit größte Hersteller von gestrichenem Recyclingkarton. Daneben hat der Geschäftsbereich verschiedene Frischfaser-Kartonsorten im Sortiment. Die Division verfügt über sieben europäische Standorte und kommt auf eine Jahreskapazität von mehr als 1,6 Millionen Tonnen. Die Division Packaging ist als Produzent von Faltschachteln an weltweit 34 Standorten tätig. Dort werden pro Jahr insgesamt rund 671.000 Tonnen Recycling- und Frischfaserkarton zu Faltschachteln verarbeitet.

Laut Geschäftsbericht war die Division Karton vor allem von kurzfristigen Bestellungen und anhaltender Vorsicht geprägt. Dennoch waren die Kapazitäten des Konzerns zu 98 Prozent ausgelastet. Allerdings lag der durchschnittliche Auftragsstand mit 58.000 Tonnen deutlich unter dem Vorjahreswert von 89.000 Tonnen. Insgesamt aber wurde mit 806.000 Tonnen fast so viel verkauft wie im Vorjahr.

Der Rohstoff Altpapier habe eine „flache Entwicklung“ gehabt, die Energiepreise seien leicht zurückgegangen, heißt es im Geschäftsbericht. Dank besserer Preise auf der Erlösseite erhöhten sich die Umsätze um 7,3 Prozent auf 511 Millionen Euro. Rund 50 Millionen Euro investiert MM Karton in diesem Jahr in das österreichische Kartonwerk in Frohnleiten, um dort nach eigenen Angaben eine Kartonneuheit herzustellen. Die Umsetzung ist für das vierte Quartal geplant.

Etwas schlechter lief es für Mayr-Melnhof in der Division MM Packaging. Auf dem Faltschachtelmarkt sei die Nachfrage weiterhin schwach. Eine Konsolidierung gehe nur langsam voran, entsprechend groß sei der Preiswettbewerb. Dass der Konzern dennoch Neumengen gewinnen konnte, sei Effizienz- und Produktionssteigerungsmaßnahmen zu verdanken. Die verarbeitete Menge stieg um 5,1 Prozent auf 351.000 Tonnen. Der Umsatz lag mit 573 Millionen Euro um 2,8 Prozent über dem Vorjahreswert.

Künftig rechnet Mayr-Melnhof mit einem stabilen Privatkonsum und einem konstanten Verbrauch von Karton und Faltschachteln. Insgesamt fehle es dem Markt aber deutlich an Schwung und es herrsche ein intensiver Verdrängungswettbewerb. Da die Rohstoffpreise konstant blieben, sei das Augenmerkt auf eine „bestmögliche Preisdisziplin“ gerichtet.

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