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Altbatterien

Menge an Sekundärbatterien steigt erneut an

Das Umweltbundesamt hat die Zahlen für das Batterierecycling in Deutschland 2011 ausgewertet. Demnach hat sich die Sammelquote für Altbatterien nur geringfügig verändert. Insgesamt werden aber immer weniger Primärbatterien verwendet.

1,5 Millionen Gerätebatterien wurden im Jahr 2011 in Deutschland in Verkehr gebracht – das sind so viele wie noch nie. Wie das Umweltbundesamt (UBA) in einer aktuellen Publikation Ende Januar veröffentlich hat, kommt die Rekordmenge auf ein Gewicht von 43.334 Tonnen.

Den Großteil davon machen Primärbatterien mit 72 Prozent aus. Sie wogen insgesamt 31.212 Tonnen. In Jahr zuvor waren es noch 1.155 Tonnen mehr.

Dafür ist die Menge der Sekundärbatterien erneut angestiegen. Im Vergleich zu 2010 erhöhte sich die Menge um 1.959 auf 12.123 Tonnen. Besonders bemerkenswert ist laut UBA die Entwicklung der in Verkehr gebrachten Lithium-Ionen-Akkus. Von 2009 bis 2011 hat sich deren Menge auf 6.500 Tonnen verdoppelt.

Leichte Steigerung der Sammelquote

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Umweltbundesamt
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Für die Rücknahme der Altbatterien sind in Deutschland vier Rücknahmesysteme zuständig: Das Gemeinsame Rücknahmesystem GRS Batterien sowie die drei herstellereigenen Systeme Rebat, ERP Deutschland und Öcorecell. Zusammengenommen haben die Vier im Jahr 2011 rund 17.728 Tonnen Gerätealtbatterien gesammelt – das bedeutet eine leichtere Steigerung der Sammelquote um 0,7 Prozent auf 43,2 Prozent.

Das UBA ist mit der Entwicklung der Quote trotzdem nicht zufrieden. Denn sie erhöht sich seit Jahren nur minimal. So wird nach wie vor weniger als die Hälfte der in Verkehr gebrachten Gerätebatterien gesammelt. Für 2016 sieht der Gesetzgeber eine Quote von 45 Prozent vor.

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Umweltbundesamt
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Nach Gerätetypen aufgeteilt hat das UBA folgende Ergebnisse veröffentlicht: Blei-Säure-Batterien wurden zu 133 Prozent gesammelt, Nickel-Cadmium zu 76 Prozent, Lithium-Ionen-Batterien zu 6 Prozent und Nickel-Metallhydrid-Sekundärbatterien zu 14 Prozent. Die niedrigen Quoten der beiden letzten Typen erklärt sich das UBA damit, dass „diese Batteriesysteme vergleichsweise neu in einem wachsenden Markt sind und häufig in langlebige Produkte eingebaut werden. Dadurch ist der Rücklauf bislang gering.“ Die Zahlen über 100 Prozent entstehen, weil mehr Batterien zurückgegeben als im selben Jahr in Verkehr gebracht wurden.

Mehr verwertet als gesammelt

Die vier Rücknahmesysteme haben mit 18.575 Tonnen im Jahr 2011 mehr Batterien der stofflichen Verwertung zugeführt, als im selben Jahr eingesammelt wurden. Das erklärt das UBA unter anderem mit Lagerbeständen. Aus den 18.575 Tonnen Altbatterien wurden rund 13.551 Tonnen Sekundärrohstoffe gewonnen – ein Anteil von 73 Prozent. Der Rest wurde beseitigt. Als Hauptprodukte wurden 4.315 Tonnen Zink und Zinkverbindungen, 3.072 Tonnen Stahl und 1.935 Tonnen Ferromangan recycelt.

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Umweltbundesamt
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In einem gesonderten Teil untersuchte das UBA die Zahlen für Fahrzeug- und Industriebatterien. Dabei habe sich herausgestellt, „dass die Rücknahme und Verwertung von Fahrzeug- und Industriebatterien in Deutschland seit Jahren sehr erfolgreich betrieben wird“. Fast alle zurückgenommen Altbatterien wurden 2011 verwertet: Die Quote lag bei 99 Prozent für Fahrzeug-Altbatterien und bei 95 Prozent für Industrie-Altbatterien. Die pyrometallurgischen Verwertungsprozesse für Fahrzeug-Altbatterien sind nach Ansicht des UBA „sehr gut etabliert“. Die durchschnittliche Recyclingeffizienz der 6 Sekundärbleihütten in Deutschland liege hier bei 96,7 Prozent. Für Industrie-Altbatterien liegt der Wert mit 97,1 Prozent noch höher.

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