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Neues Angebot von DERA

Monitor für Rohstoffpreise

Quelle: ©iStock.com/JacobH

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Rohstoffpreise sind volatil. Wie stark, zeigt ein Volatilitätsmonitor der Deutschen Rohstoffagentur. Erfasst werden rund 80 Rohstoffpreise. Die größten Preisschwankungen gab es bei Seltenen Erden und Stahlveredlern.

In den letzten fünf Jahren war die Preisvolatilität für Seltene Erden einzigartig hoch. Zwischen 2009 und 2011 sind die Preise für einzelne Seltene Erden wie Neodym und Dysprosium um das Zwanzig- bis Dreißigfache gestiegen, bei Samarium sogar um das Vierzigfache. Die Preisexplosion hat im Wesentlichen mit dem gestiegenen Einsatz dieser Metalle in Hightech-Geräten und Zukunftstechnologien sowie mit den Exportbeschränkungen Chinas zu tun. Seit 2012 sind die Preise zwar wieder deutlich gesunken, aber auch im Jahr 2013 war die Gesamtentwicklung bei den Seltenen Erden sehr turbulent.

Wer genauer wissen möchte, wie sich die Rohstoffpreise entwickelt haben, kann nun auf ein Angebot der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) zurückgreifen. Diese veröffentlicht ab sofort auf ihrer Internetseite monatlich einen Volatilitätsmonitor für rund 80 Rohstoffpreise. Die erste Ausgabe zeigt, dass parallel zu den Preisen bei nahezu allen mineralischen Rohstoffen die Schwankungsbreiten in den letzten zwölf Monaten (Februar 2013 bis Januar 2014) rückläufig waren. Lediglich bei Seltenen Erden, Tantal, Wolframkonzentrat, Kobalt, Selen, Silber und Rhodium sowie bei den Industriemineralen Baryt und Kalisalz gab es größere Preisschwankungen mit Volatilitäten von über 20 Prozent.

„Eine zeitlich begrenzte hohe Preisvolatilität durch kurzfristige Preispeaks ist typisch für Sondermetalle wie den Seltenen Erden. Verstärkt wird dieser Effekt dadurch, dass diese Rohstoffe einen relativ kleinen Markt besitzen, nicht an einer Metallbörse notiert sind und sich aufgrund der Beiproduktion aus Erzen nur eine geringe Angebotselastizität ergibt“, so DERA-Rohstoffexpertin Maren Liedtke.

Auch die Stahlbranche litt in der Vergangenheit unter hohen Preisschwankungen. In den letzten fünf durch die Finanzmarktkrise geprägten Jahren lagen die Volatilitäten der Monatsdurchschnittspreise bei Eisenerz und Stahlveredlern wie Chromit, Vanadium, Molybdän, Kobalt sowie Ferro-Titan bei über 30 Prozent. Während Buntmetalle, Stahlveredler und Eisen dem Trend des globalen Wirtschaftswachstums folgen, unterliegen die Sondermetalle häufig technologie- und spekulationsbedingten Preispeaks.

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