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Verfahren im industriellen Maßstab

Phosphorrecycling mit Klärschlamm-Aschen

Remondis hat ein Verfahren entwickelt, um Phosphorsäure aus Aschen der Klärschlammverbrennung zu gewinnen. Das Verfahren sei für den industriellen Maßstab geeignet, verspricht der Konzern. Darüber hinaus fielen bei der Aufbereitung noch weitere Recyclingprodukte an.

Das patentierte Verfahren trägt den Namen Remondis TetraPhos ® und sei in der Lage, Phosphorsäure im industriellen Maßstab und kostengünstig aus Aschen von Klärschlammverbrennungsanlagen herzustellen, teilt die Wassersparte Remondis Aqua mit. Phosphorsäure ist ein hochwertiger Rohstoff zur Herstellung fast aller Phosphate, vor allem zur Herstellung von Dünge- und Futtermitteln. Alleine für Europa beziffert Remondis den Bedarf an Phosphorsäure auf weit über 1 Million Tonnen pro Jahr.

Geschätzte weltweite Phosphatreserven 2005-2010Die Klärschlamm-Aschen enthalten nach Angaben von Remondis Aqua bis zu 50 Prozent Phosphatsalze, zumeist in Form von Calcium-, Aluminium- oder Eisen-Phosphat. Mit dem neuen TetraPhos ®-Verfahren hätten Chemiker von Remondis herausgefunden, dass sich die Phosphate unter ganz bestimmten Bedingungen hervorragend in verdünnter Phosphorsäure lösen lassen. Die phosphatreiche Asche erhöhe die Phosphorsäurekonzentration, ohne dass nennenswerte Schadstoffe wie Schwermetalle aus der Asche mit gelöst werden. Lediglich Calcium und geringe Anteile an Aluminium und Eisen verunreinigen die Roh-Säure und würden in einem vierstufigen Verfahren entfernt.

“Verfahren ist auf Anhieb wettbewerbsfähig”

Zuerst werden laut Remondis die unlöslichen Bestandteile aus der Roh-Säure filtriert. Anschließend wird durch Zugabe von Schwefelsäure das gelöste Calcium als Gips abgetrennt. In weiteren Prozessschritten wird mit Hilfe von innovativen Separationsverfahren die Phosphorsäure weiter gereinigt und durch Verdampfung auf etwa 70 Prozent konzentriert. Die so gereinigte Säure wird teilweise wieder zum Lösen der Asche verwendet, die überschüssige Phosphorsäure (die reiner ist als Rock-Säure) wird zur Herstellung von Düngemittel, Futtermittel oder für andere technische Anwendungen als RePacid ® vermarktet.

Fließbild für TetraPhos-Verfahren (Quelle: Remondis):

Fließbild Phosphor-Recycling mit dem Remondis TetraPhos®-Verfahren

Die Innovation des neuen Verfahrens bestehe darin, dass nicht nur bis zu 500 kg Phosphorsäure aus 1000 kg Asche gewonnen werden, sondern auch über 500 kg Gips für die Baustoffindustrie sowie Eisen- und Aluminiumsalze, die zur Abwasserreinigung in Kläranlagen rezykliert werden. Die wirksame Substanz, die dies ermöglicht, sei die Phosphorsäure, die wiederum aus der Asche gewonnen wird, erklärt Remondis. Insofern sei das Verfahren auf Anhieb wettbewerbsfähig. Kreisläufe könnten mehrfach geschlossen werden, und Europa mache sich unabhängiger von Phosphat-Importen.

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