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Marktbericht für NE-Metalle

Schrottpreise stemmen sich gegen den Trend

Während die Metallpreise an der LME unter Druck standen, zogen einige Schrottpreise nochmal an. Der wöchentliche Marktbericht für NE-Metalle.

Die Industriemetalle standen in der vergangenen Woche unter dem Eindruck der EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Folglich gaben Aluminium und Kupfer, aber auch Zink und Blei nach. Der Dreimonatspreis für Aluminium schloss am vergangenen Donnerstag mit einem Preis von 1.988 US-Dollar pro Tonne. Kupfer lag bei 7.099,75 US-Dollar je Tonne.

Am rückläufigen Trend konnten auch Daten des World Bureau of Metal Statistics ((WBMS) nichts ändern. Die Statistik weist für den globalen Aluminiummarkt ohne China ein Angebotsdefizit von rund 90.000 Tonnen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres aus. Noch angespannter ist das Bild, das der russische Aluminiumproduzent Rusal für den globalen Markt zeichnet. Demnach soll sich das Angebotsdefizit im kommenden Jahr noch deutlich ausweiten. In diesem Jahr soll die Nachfrage außerhalb Chinas das Angebot um 1,5 Millionen Tonnen übersteigen. Das würde den Aluminiumpreisen weiteren Auftrieb geben, doch Analysten der Commerzbank zweifeln daran. Sie halten einen Preis von über 2.000 US-Dollar je Tonne für fundamental nicht gerechtfertigt.

Höhere Preise für Kupferschrott

Die Schrottpreise blieben von der Entwicklung am Primärmarkt weitgehend unbeeindruckt. Nach Angaben des Verbands Deutscher Metallhändler (VDM) erlöste Blanker Kupferdrahtschrott (Kabul) am vergangenen Mittwoch (30. Juli) zwischen 5.080 und 5.260 Euro je Tonne. Im Vergleich zur Vorwoche bedeutet das eine Preissteigerung um 30 Euro. Der Preis für Schwerkupferschrott (Keule) erhöhte sich am unteren Ende um 50 Euro je Tonne und bewegte sich in der Spanne von 4.850 und 4.950 Euro je Tonne.

Stabil blieben die Preise für Aluminiumschrott. Drahtschrott aus Reinaluminium (Achse) erlöste laut VDM zwischen 1.520 und 1.680 Euro je Tonne. Aluminiumprofilschrott (Alter) erzielt wie in der Vorwoche zwischen 1.550 und 1.650 Euro je Tonne.

Die Preise für Altzink sind leicht gestiegen. Altzinkschrott (Zebra) erlöste am vergangenen Mittwoch zwischen 1.280 und 1.360 Euro je Tonne. Das bedeutet eine Preissteigerung von 20 Euro am unteren Ende und 50 Euro am oberen Ende. Weichbleischrott (Paket) kletterte ebenfalls und kam laut VDM auf 1.400 bis 1.520 Euro je Tonne. In der Vorwoche lagen die Preise noch im Bereich 1.350 bis 1.490 Euro je Tonne.

Unverändert blieben hingegen die Preise für Nickelschrott. V2A (Alt- und Neuschrott) erzielte am vergangenen Mittwoch zwischen 1.300 bis 1.350 Euro. V4A (Alt- und Neuschrott) erlöste wie in der Vorwoche zwischen 1.730 und 1.770 Euro je Tonne.

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