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Zielvereinbarung mit dem UVEK

Schweizer Abfallverbrenner verpflichten sich zur CO2-Minderung

Die Müllverbrennungsanlagen in der Schweiz wollen ihre CO2-Emissionen bis 2020 um 200.000 Tonnen senken. Geplant sind eine effizientere Nutzung der Energie und die stärkere Rückgewinnung von Metallen.

Das Eidgenössische Umwelt-Departement UVEK und der Verband der Betreiber Schweizerischer Abfallverwertungsanlagen (VBSA) haben eine Zielvereinbarung zur Reduktion der CO2-Emissionen aus der Verbrennung der Siedlungsabfälle unterschrieben. Darin verpflichtet sich die Branche, ihre CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 200.000 Tonnen zu reduzieren. Im Gegenzug werden die Kehrrichtverbrennungsanlagen von einer Teilnahme am Emissionshandel befreit, teilt das UVEK mit.

Die Vereinbarung ist Teil der schweizerischen Klimapolitik. Im Sinne einer möglichst gerechten Lastenverteilung soll auch der Abfallsektor integriert werden und einen Beitrag an die Zielerreichung leisten. Die vereinbarten Ziele gelten laut UVEK für die ganze Branche; auf Vorgaben für einzelne Anlagen wird verzichtet. Damit wird dem VBSA, der als Branchenverband die Zielerreichung sicherstellen muss, eine gewisse Flexibilität zugestanden. Die Vereinbarung tritt mit Abschluss der laufenden Revision der CO2-Verordnung noch vor Ende dieses Jahres in Kraft.

Verwertung von Metallen wird honoriert

Weil die Möglichkeiten zur Verminderung der Emissionen aus der Abfallverbrennung begrenzt sind, soll die Reduktion in erster Linie durch die effizientere Nutzung der Energie und die vermehrte Rückgewinnung von Metallen erreicht werden, teilt das UVEK weiter mit. Die Emissionseinsparungen, die dadurch entstehen, dass die bei der Abfallverbrennung anfallende Wärme zur Stromerzeugung und zu Heizzwecken genutzt und damit Strom und Wärme aus fossilen Quellen ersetzt wird, werden auf die Zielerreichung angerechnet. Ebenso anrechenbar sind Einsparungen durch die Rückgewinnung von Metallen aus den Verbrennungsrückständen.

Wie das UVEK hervorhebt, soll die Zielvereinbarung auch die Anstrengungen des Bundesrates im Rahmen der Grünen Wirtschaft unterstützen, indem sie die vermehrte Rückgewinnung und Wiederverwertung von Metallen honoriert und damit Anreize setzt, die Materialkreisläufe zu schließen. Gefördert wird zudem die Produktion von Strom und Wärme, um die Gesamteffizienz der Anlagen zu verbessern. Die CO2-Bilanz der KVA könne weiter verbessert werden, indem der Anteil an Plastik vermindert wird, erklärt das UVEK. Die stoffliche Verwertung von Plastik sei in vielen Fällen ökologisch besser als deren energetische Verwertung.  In diese Richtung gehen auch die gegenwärtig laufenden Revisionen der Technischen Verordnung über Abfälle (TVA) und des Umweltschutzgesetzes (USG).

2012 wurden in den 30 Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA), die in der Schweiz in Betrieb sind, insgesamt rund 3,8 Millionen Tonnen Abfälle verbrannt. Der damit verbundene Treibhausgasausstoß betrug laut UVEK 2,35 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, was einem Anteil von knapp 5 Prozent an den gesamten Treibhausgasemissionen der Schweiz entspricht. Die Emissionen aus der Abfallverbrennung haben im Laufe der letzten Jahre zugenommen, insbesondere wegen der Konsumgewohnheiten sowie des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums in der Schweiz.

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