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Home / Stoffströme / Abfallverbrennung / Stadtreinigung Hamburg kauft MVA Borsigstraße
Erster Schritt der geplanten Umstrukturierung

Stadtreinigung Hamburg kauft MVA Borsigstraße

Die Müllverbrennungsanlage Borsigstraße in Hamburg wechselt den Besitzer. Die Stadtreinigung Hamburg setzt damit die geplante Umstrukturierung der MVA-Landschaft in Hamburg in die Tat um. Geplant ist eine deutliche Senkung der Verbrennungskapazität.

Der Kaufvertrag wurde am vergangenen Freitag unterzeichnet und steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Aufsichtsgremien, des Senats und des Kartellamtes. Der bisherige Haupteigentümer Vattenfall Europe New Energy GmbH erhält für seinen 85,5-Prozent-Anteil rund 67 Millionen Euro. Die EEW Energy from Waste GmbH (EEW) erlöst für ihren 14,5-Prozent-Anteil rund 11,3 Millionen Euro.

Der Kauf der MVA Borsigstraße ist Teil der geplanten Umstrukturierung der Hamburger Entsorgungskapazitäten. Demnach plant die Stadtreinigung Hamburg die MVA Stellinger Moor stillzulegen und den Vertrag mit der MVA Stapelfeld nach Ende der Vertragslaufzeit am 28.2.2016 nicht mehr zu verlängern. Der Vertrag zwischen der Stadtreinigung und der MVA Borsigstraße war bereits Ende Februar dieses Jahres ausgelaufen.

Somit soll die Restmüllentsorgung der Stadt Hamburg künftig auf die beiden Müllverbrennungsanlagen Borsigstraße und Rugenberger Damm konzentriert werden. Dadurch würde die Verbrennungskapazität um rund ein Drittel auf insgesamt 640.000 Tonnen pro Jahr verringert. Beide Anlagen haben eine Jahreskapazität von je 320.000 Tonnen. An der MVA Rugenberger Damm ist die Vattenfall Europe New Energy GmbH zu 55 Prozent beteiligt. Die Stadtreinigung Hamburg hält 25 Prozent, die übrigen 20 Prozent liegen bei der EWE AG.

Die deutliche Kapazitätsreduktion werde nur durch die langfristige und konsequente Fortführung der laufenden Recycling-Offensive möglich, erklärte SRH-Geschäftsführer Rüdiger Siechau. Für alle Hamburgerinnen und Hamburger bedeute dieser auch wirtschaftlich vorteilhafte Kauf der MVA Borsigstraße langfristige Entsorgungssicherheit und gewohnte Gebührenstabilität, betonte er.

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