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Nicht profitabel

Tönsmeier stellt Extrusion von thermoplastischen Profilen ein

Tönsmeier Kunststoffe schließt den Geschäftsbereich Höku. Auch diverse Investitionen und Optimierungsmaßnahmen haben nichts an der fehlenden Profitabilität geändert. Gestern Abend wurde die Belegschaft informiert.

Tönsmeier Kunststoffe wird den Geschäftsbereich Höku am Standort Höxter zum 31. März 2015 schließen. Das wurde der Belegschaft des Unternehmens gestern in einer Versammlung mitgeteilt. Betroffen sind insgesamt 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle weiteren Schritte werden jetzt in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat unternommen, teilt Tönsmeier mit.

Desmond Kenny, Geschäftsführer der Tönsmeier Kunststoffe, bedauerte die Entscheidung. „In Anbetracht der schwierigen Rahmenbedingungen in diesem sehr speziellen Marktsegment mussten wir nach reiflicher Überlegung jedoch handeln – auch zum Schutz der weiteren rund 130 Arbeitsplätze in Höxter “, so Kenny.

Unter dem Markennamen Höku werden in Höxter thermoplastische Profile aus recyceltem PVC für die Fenster- und Bauindustrie extrudiert. Der Durchsatz beträgt 2.400 Tonnen pro Jahr. „Mit diesen Produkten konnten in den vergangenen Jahren keine nachhaltig profitablen Ergebnisse mehr erzielt werden“, heißt es in einer Mitteilung von Tönsmeier. Umfangreiche Investitionen und Optimierungsmaßnahmen hätten keine positiven Auswirkungen auf das operative Unternehmensergebnis gehabt.

Tönsmeier Kunststoffe ist einer der führenden Kunststoff-Recycler in Europa und betreibt Standorte in Deutschland und in Österreich. Die Kernkompetenz liegt in der Herstellung hochwertiger Recyklate durch die Sammlung und Aufbereitung von thermoplastischen Kunststoffen aus verschiedenen Industriebereichen. Damit leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz: Im Ergebnis liegt PVC-Mahlgut auf Grund des geringen Verarbeitungsaufwands bei lediglich etwa 6,5 Prozent der Treibhausgasemissionen im Vergleich zur Primärproduktion.

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