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Anpassung an Marktnachfrage

UPM fährt Kapazitäten zurück

Der Papierkonzern UPM will die Kapazität für Publikumspapiere in Europa deutlich reduzieren. Geplant sind Werkschließungen in drei europäischen Ländern.

Der Papierhersteller UPM will seine Kapazitäten zur Herstellung von Publikumspapieren im kommenden Jahr um insgesamt 800.000 Tonnen reduzieren. Damit reagiert der Konzern nach eigenen Angaben auf bestehende Überkapazitäten im europäischen Papiergeschäft. Bis Ende 2015 will UPM die Profitabilität um 150 Millionen Euro verbessern. Geplant sind neben den Werksschließungen auch Einsparungen bei variablen Kosten und Fixkosten.

„Das Papiergeschäft in Europa ist ein besonderer Fall. Während des Jahres 2014 konnte der Turnaround bei der Profitabilität erreicht werden. Dennoch bewegen sich die derzeitigen Auslastungsraten auf einem zu niedrigem Niveau“, erklärt Jussi Pesonen, President & CEO von UPM. „Auch das aktuelle wirtschaftliche Umfeld verspricht keinen Rückenwind für 2015. Wir planen deshalb, unsere Produktion so an die Kundennachfrage anzupassen, dass die Wirtschaftlichkeit gegeben ist. In einem strukturell abnehmenden Markt können wir somit Einsparungen erzielen, ohne die Auslieferungen an die Kunden zu gefährden.”

Nach den Plänen von UPM soll die Kapazität in Frankreich, Finnland und UK reduziert werden. Demnach plant der Konzern die dauerhafte Schließung folgender Werke:

  • Newsprint-Papiermaschine 3 von UPM Chapelle, Frankreich
  • Newsprint-Papiermaschine 1 von UPM Shotton, UK
  • SC-Papiermaschine Jämsänkoski 5 der UPM Jämsä-River-Werke, Finnland
  • Papiermaschine 2 für gestrichenes holzhaltiges Papier von UPM Kaukas, Finnland

Darüber hinaus plant das Unternehmen, seine UPM Paper ENA Supply Chain Planungs- und Auftragsabwicklungsaktivitäten in Augsburg und Dörpen zu zentralisieren. Die Newsprint-Produktionsanlage 3 bei UPM Chapelle und die Newsprint-Produktionsanlage 1 bei UPM Shotton verfügen über eine jährliche Produktionskapazität von 345.000 Tonnen Zeitungsdruckpapiere. Die Jämsänkoski SC-Produktionsanlage 5 und die Produktionsanlage 2 von UPM Kaukas zur Herstellung gestrichener holzhaltiger Papiere verfügen über eine jährliche Produktionskapazität von 460.000 Tonnen Magazinpapiere (SC-Papiere: 235.000 Tonnen; gestrichene holzhaltige Papiere: 225.000 Tonnen).

Geplant ist, sämtliche Papiermaschinen im ersten Quartal 2015 dauerhaft zu schließen. In allen vier Werken werde die Papierproduktion auf den noch verbleibenden Maschinen fortgesetzt. Dennoch müssten etwa 550 Mitarbeiter entlassen werden.

“Wir bedauern die Auswirkungen der geplanten Schließungen auf unsere Mitarbeiter, die trotz großer Belastung stets engagiert und zuverlässig sind“, teilte Bernd Eikens, Executive Vice President, UPM Paper ENA, mit. „Wir sind jedoch gezwungen, unsere Geschäftstätigkeiten an das veränderte Marktumfeld anzupassen – dies ist die einzige Möglichkeit für eine tragfähige Zukunft. Mit den geplanten Maßnahmen sichern wir eine effiziente Verwendung unserer verbleibenden Kapazität in Europa ab.”

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