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Forschungsprojekt Elsa

Zweitverwertung für E-Autobatterien

Steigt künftig der Anteil an Elektroautos auf Deutschlands Straßen, fallen auch immer mehr Fahrzeugbatterien an. Bevor sie aber recycelt werden, könnten sie als stationäre Speicher dienen. Das Projekt Elsa sucht nach neuen Verwendungsmöglichkeiten – mit ersten Ergebnissen.

Etwa die Hälfte der Batterien in Elektrofahrzeugen wird nach fünf bis sieben Jahren ausgetauscht. Dann wären sie immer noch gut genug für sekundäre Batteriespeichersysteme. Wie diese Zweitverwertung aussehen könnte, erforscht derzeit das Forschungsprojekt „Energy Local Storage Advanced system“ (Elsa).

Das Projekt ist 2015 gestartet und dauert insgesamt zwei Jahre. Innerhalb des Projekts sollen sechs Energiespeichersysteme für Fabriken, große Büro- und Wohngebäude sowie Stadtteile in fünf europäischen Ländern aufgebaut werden. Basis sind Batterien aus Elektrofahrzeugen der Serien Renault Kangoo Z.E. und Nissan Leaf.

Wie das Konsortium zur Projekthalbzeit Ende Oktober verkündete, wurde das erste System nun am britischen Gateshead College (Kompetenzzentrum für Fertigung und Innovation) in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich um einen sekundären Speicher mit einer Kapazität von 48 Kilowattstunden. Dieser soll unter anderem helfen, die Spitzenlast auszugleichen.

Zwei Standorte in Deutschland geplant

Die anderen fünf Standorte sollen folgen. So ist geplant, ein zehnstöckiges Bürogebäude im Pariser Hochhausviertel La Défense mit einem 32-Kilowattstunden-Speicher auszustatten. Im italienischen Stadt Terni soll ein 95-Kilowattstunden-Speicher realisiert werden.

Zwei weitere Standorte für Energiespeicher sind zudem in Deutschland vorgesehen: ein Speicher mit 95 Kilowattstunden Kapazität am E.ON-Energieforschungszentrum der RWTH Aachen sowie ein Speicher mit 95 Kilowattstunden Kapazität in einem Wohnviertel im bayerischen Kempten. Der mit 1.000 Kilowattstunden größte Speicher soll künftig die Batteriefertigung von Nissan im spanischen Barcelona versorgen.

Europäisches Vorhaben

Das Projekt Elsa ist im Cluster Bridge (29 Projekte) angesiedelt, das vom EU-Programm ‚Horizon 2020‘ mit insgesamt 237 Millionen Euro gefördert wird. Zum Projektkonsortium zählen neben Renault und Nissan, die RWTH Aachen, das Gateshead College sowie die irische Forschungseinrichtung United Technologies Research Centre.

Darüber hinaus sind beteiligt: die italienische IT-Gesellschaft Engineering Ingegneria Informatica, der französische Energiedienstleister Bouygues Energies & Services und der italienische Entsorger ASM Terni. Zudem unterstützen die deutsche Managementberatung Baum Consult und der deutsche Energieversorger Allgäuer Überlandwerk das Vorhaben.

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