E-Schrott-Marktstudie

E-Schrott ist der größte Wachstumsmarkt innerhalb der globalen Abfallwirtschaft. Davon werden europäische Recyclingunternehmen in den kommenden Jahren stark profitieren können, verspricht eine aktuelle Frost & Sullivan-Studie.

Glänzende Aussichten


Die Marktanalysten von Frost & Sullivan gehen davon aus, dass der europäische Markt für Recyclingdienstleistungen im E-Schrott-Bereich bis 2020 kräftig wachsen wird. In den kommenden Jahren sollen die erzielten Erlöse auf 1,79 Milliarden US-Dollar anwachsen. Im Jahr 2012 lagen die Erlöse der Branche bei insgesamt 1,3 Milliarden US-Dollar.

„Vor allem Deutschland, Frankreich, Italien, Zentral- und Osteuropa eröffnen gute Chancen“, sagt Frost & Sullivan-Analystin Monika Chrusciak. Diese Entwicklung sei  vor allem den in der EU geltenden strengen rechtlichen Vorgaben zu verdanken, die dem Markt den Hauptantrieb geben würden, erklärt die Marktexpertin. Der Markt werde auch durch politische Initiativen wie das Deponierungsverbot von bestimmten Abfallarten als auch von den Anforderungen hinsichtlich der Sammel- und Recyclingziele angekurbelt. „Daher ist es nicht verwunderlich, dass Europa aufgrund seiner Elektroaltgeräte-Richtlinie die führende Region in der Welt ist. Hinzu kommt die starke lokale Präsenz führender Unternehmen im Markt.“

Die Autoren der Studie zeigen allerdings auch Schwachstellen auf, die das Marktwachstum unter Umständen drosseln könnten. Ein Manko sei die „kraftlose Umsetzung“ der WEEE-Richtlinie und die „ineffektive Anwendung der Rechtsvorgaben“ in einigen Staaten. Dazu zählt Chrusciak auch die mangelhafte Effizienz der Sammlung von WEEE-Materialien, die nur schleppende Einführung von umweltschonenden Recyclingprozessen.

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