BDSV-Umfrage

Das noch laufende Jahr lief bescheiden für die Mitgliedsunternehmen des Stahlrecyclingverbands BDSV. Im kommenden Jahr soll alles besser werden.

2013 schnell abhaken


Die Stahlrecycler im BDSV rechnen für 2013 mit einem Umsatzverlust von rund 10 Prozent gegenüber 2012. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage hervor, die der Verband gestern auf seiner Jahrestagung in Berlin vorstellte. Die Tonnagen seien um durchschnittlich 5 Prozent zurückgegangen. In der Folge blieb das Investitionsverhalten verhalten. In den Betrieben sei es zu einem leichten Abbau des Personals gekommen.

Die gute Nachricht ist, dass es den Betrieben trotz der schwächeren Weltkonjunktur und den Folgewirkungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes auf die gewerbliche Sammlung noch vergleichsweise gut geht. „Wir segeln auf relativ hohem Niveau“, sagte BDSV-Vizepräsident und TSR-Chef Ulrich Althoff auf der Jahrestagung. Allerdings hätten viele Betriebe ein Margenproblem. Viele Stahlwerke hätten ihre Schrottbestände runtergefahren, um ihre Liquidität nicht zu gefährden. Doch die Preiserhöhungen für Schrott werden kommen, ist sich BDSV-Präsident Heiner Gröger sicher.

Im Einzelnen hat die Umfrage der BDSV zu folgenden Ergebnissen geführt:

  • 21 Prozent der Betriebe, die an der Umfrage teilgenommen haben, gehen davon aus, dass die Geschäfte im kommenden Jahr besser laufen werden. 53 Prozent glauben, es wird schlechter und 26 Prozent gehen von einer unveränderten Situation aus.
  • 35 Prozent der BDSV-Mitglieder erwarten für 2014 keine Belastungen durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz; 65 Prozent erwarten das Gegenteil. Im Vergleich zu 2012 bedeutet das eine leichte Entwarnung. Damals hatten noch 77 Prozent mit Belastungen gerechnet.
  • Die Eurokrise sehen 57 Prozent der Unternehmen als einen „beunruhigenden Sonderfaktor“, die übrigen 43 Prozent glauben nicht, dass die Eurokrise zu einer Belastung wird.
  • Die Investitionen haben sich 2013 gegenüber 2012 nur um 1,2 Prozent erhöht. Im Vorjahr waren es noch 7,3 Prozent
  • Der Personalbestand ist 2013 um 0,8 Prozent gegenüber 2012 gesunken. Im Vorjahreszeitraum registrierte die BDSV noch einen Anstieg von 2,6 Prozent.

Nach BDSV-Angaben haben Stahlwerke im ersten Halbjahr 2013 rund 7,49 Millionen Schrott zugekauft, das entspricht einem Rückgang um 3,5 Prozent. Der Zukauf der Gießereien belief sich auf 1,792 Millionen Tonnen, das sind 9,8 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Exporte sind um 17,8 Prozent auf 4,232 Millionen Tonnen gefallen, die Importe bleiben mit 2,786 Millionen nahezu unverändert.

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