Continental recycelt Altreifen

Das neue „ContiLifeCycle-Werk“ in Hannover-Stöcken ist heute eröffnet worden. Das Werk sei weltweit einzigartig und diene als Keimzelle für alle LifeCycle-Aktivitäten des Konzerns, betont Continental.

80 Prozent weniger Abfall


Der internationale Reifenhersteller und Automobilzulieferer Continental hat heute sein „ContiLifeCycle-Werk in Hannover-Stöcken feierlich eröffnet. Das Runderneuerungswerk wird bei voller Auslastung eine jährliche Produktionskapazität von 180.000 Reifen haben. Zum Einsatz kommt ein integrierter Ansatz aus Heiß- und Kaltrunderneuerung für Lkw- und Busreifen sowie eine eigens entwickelte Gummirecycling-Anlage im Industriemaßstab.

„Als wir dieses Projekt gestartet haben, wollten wir unseren LifeCycle-Ansatz näher an die Neureifenproduktion heranbringen“, erläutert Nikolai Setzer, im Continental-Vorstand verantwortlich für die Division Reifen. „Von der Planung bis zur Fertigstellung benötigten wir weniger als 18 Monate und konnten dabei ein Werk errichten, was den Rahmen des technisch Möglichen ausreizt.“

Das ContiLifeCycle-Werk soll dabei als „Keimzelle“ für alle weltweiten LifeCycle-Aktivitäten des Konzerns dienen. „Mit unserem einzigartigen Team aus Forschung & Entwicklung, Produktionsmanagement, Engineering und Qualitätsmanagement hier in Stöcken entwickeln und verbessern wir Lösungen für die anderen LifeCycle-Zentren in Petaling Jaya – Malaysia, Cuenca – Ecuador, und Morelia – Mexiko§“, erklärt Andreas Esser, Leiter des Geschäftsbereichs Nutzfahrzeugreifen bei Continental. „Zudem haben wir mit der sogenannten ContiLifeCycle-Academy im Werk ein Trainingszentrum geschaffen, in dem wir Schulungen zu verschiedenen Themen der Runderneuerung anbieten.“

Als Teil des ContiLifeCycle-Werks hat Continental zudem einen Recyclingprozess für das bei der Runderneuerung anfallende Raumehl entwickelt. „Wir haben ein Verfahren entwickelt, welches es uns ermöglicht, das vulkanisierte Raumehl wieder zu devulkanisieren. Das Gummirezyklat ist von so hoher und kontrollierter Qualität, dass es bedenkenlos für neue Reifenmischungen verwendet werden kann”, betont Boris Mergell, Leiter der Produktentwicklung Lkw-Reifen bei Continental. Das im ContiLifeCycle-Werk anfallende Raumehl werde komplett in der an das Werk angeschlossenen Recyclinganlage verarbeitet. Hierdurch könnten die Abfallmengen um mehr als 80 Prozent verringert und zudem signifikante CO2-Einsparungen erzielt werden.

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