Recycling von Aluminiumverpackungen

Das Recycling von Aluminiumverpackungen in Deutschland bewegt sich weiter auf hohem Niveau. Insgesamt wurden 83.500 Tonnen stofflich verwertet, wie aus den Zahlen der DAVR hervorgeht.

Stabiler Wert auch für 2012


Das Recycling von Aluminiumverpackungen in Deutschland lag auch 2012 auf hohem Niveau. Von den 93.800 Tonnen Aluminiumverpackungen, die 2012 eingesetzt wurden, sind 83.500 Tonnen stofflich verwertet worden, teilt der Gesamtverband der Aluminiumindustrie (GDA) mit. Dies entspreche einer Recyclingrate von 89 Prozent, wie die Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung (GVM) in einer aktuellen Studie ermittelt hat.

Folie1„Die hohen Recyclingraten belegen, dass wir in Deutschland über ein hervorragend funktionierendes Verpackungsrecycling verfügen. Die gelbe Tonne ist etabliert und erfolgreich. Moderne Trenntechnologie wie effiziente Wirbelstromabscheider werden flächendeckend eingesetzt. Es bietet sich an, dieses System als sog. Wertstofftonne auch für andere gebrauchte Produkte aus Metall zu öffnen“, kommentierte Hans-Jürgen Schmidt, Geschäftsführer der DAVR Deutsche Aluminium Verpackung Recycling GmbH, Grevenbroich die Verwertungszahlen.

Die GVM ermittelt jährlich das Aufkommen und die Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland – auch im Auftrag des Umweltbundesamtes, Berlin. Die Verwertungsmengen der verschiedenen dualen Systeme sowie die Rückführung gebrauchter Verpackungen über sonstige Organisationen und Erfassungswege werden berücksichtigt.

„Aluminium kann als Material über wiederholtes Recycling ohne Qualitätsverlust in neuen Anwendungen immer wieder eingesetzt und so mehrfach genutzt werden“, sagte Christian Wellner, Geschäftsführer des GDA. „Eine hohe Recyclingrate ist der maßgebliche Indikator für das erfolgreiche Schließen des Stoffkreislaufes. Es ist daher sachgerecht, wenn das Übertreffen des Recyclingziele der Verpackungsverordnung auch in aktuellen Ökobilanzen für Verpackungen vollständig Berücksichtigung findet“, so Wellner.

Beim Recycling von Aluminium können bis zu 95 Prozent der für die Primärerzeugung notwendigen Energie eingespart werden. Auch der Beitrag zum Klimaschutz durch die Rückgewinnung des Metalls aus Verpackungen sei beträchtlich, betont der GDA. Basierend auf den jetzt erreichten Verwertungsraten betragen die jährlichen Einsparungen von Treibhausgasen nach Berechnungen der DAVR mehr als 390.000 Tonnen sogenannter CO2-Äquivalente. Aufwendungen für Sammlung, Aufbereitung und Recycling sowie auftretende Materialverluste wurden berücksichtigt. Das entspreche dem gesamten Treibstoffverbrauch von über 13.000 in 2013 neu zugelassenen Autos auf Deutschlands Straßen über deren komplette Lebensdauer alleine aus dem Recycling von gebrauchten Aluminiumverpackungen.

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