Rohstoffmärkte

Die Preise werden nicht in den Himmel wachsen, aber es wird insgesamt besser werden, sagt Bjarne Schieldrop, Chefanalyst bei der Bank SEB in Norwegen. Für den Kupfermarkt ist sein Optimismus eher gedämpft.

Solide Entwicklung für 2014


Für die Teilnehmer des International Electronics Recycling Congress in Salzburg brachte der Chefanalyst beruhigende Nachrichten mit. „Wir sehen ein gutes Wachstum weltweit für 2014“, sagte Schieldrop, „was vor allem getrieben wird durch die wirtschaftliche Entwicklung in den USA, Deutschland und Großbritannien.“ Die Wirtschaft in der EU werde voraussichtlich um 1 Prozent wachsen. Auch China wird wieder ein starkes Wachstum vorweisen können, wenngleich es in einigen Industriesektoren massive Überkapazitäten gibt, die auf die Gewinne der Unternehmen drücken. Die Regierung hat große Handelsüberschüsse, erklärte Schieldrop. Er rechnet mit einer Wachstumsrate von 7,5 Prozent für die Volksrepublik.

Die Überkapazitäten sind vor allem die Folge der Boomjahre in China, die den immensen Rohstoffbedarf der Volksrepublik zum Ausdruck brachten. Speziell für den Kupfermarkt kommt hinzu, dass mittelfristig zusätzliche Angebotskapazitäten auf den Markt kommen werden. Im Verlauf dieses Jahres werde es aber keinen signifikanten Rückgang des Kupferpreises geben, glaubt der Bankanalyst, er rechnet bis Ende 2014 mit einem Preis von etwa 5.700 US-Dollar.

Für Palladium erwartet Schieldrop ein Defizit in diesem Jahr, bedingt durch ein rückläufiges Angebot aus Russland und Südafrika. Aber auch dieses Defizit werde nicht gravierend ausfallen. Schließlich sei der Palladium-Markt ein kleiner Markt mit einem Umschlag von rund 200 Tonnen im Jahr. Außderm gebe es auch aus dem Handel keine Anzeichen für einen Rückgang des Angebots: Händler würden unverändert von einer guten Verfügbarkeit berichteten.

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