Rohstahlproduktion 2013

Für die europäische Stahlwirtschaft war 2013 ein schwieriges Jahr. Unterm Strich ist die weltweite Rohstahlproduktion aber dennoch gestiegen.

Wachstum in Asien, Rückgang in Europa


Für die internationale Stahlwirtschaft war es ein durchwachsenes Jahr: China meldet einen Produktionsanstieg um 7,5 Prozent, Europa verbucht einen Rückgang um 1,8 Prozent. Deutschland stagniert mit einer Produktion von 42,6 Millionen Tonnen auf dem Niveau von 2012.

Wie aus der Statistik des internationalen Stahlverbands World Steel für 2013 hervorgeht, ist die weltweite Rohstahlproduktion um 3,5 Prozent auf 1,607 Milliarden Tonnen gestiegen. Davon entfällt ein Anteil von 48,5 Prozent auf die Produktion in China. Insgesamt wurden in Asien 1,08 Milliarden Tonnen und damit 6 Prozent mehr Rohstahl hergestellt. Das entspricht einem Anteil von 67,3 Prozent an der weltweiten Produktion. China erhöhte die Produktion auf 779 Millionen Tonnen Rohstahl, Japan steigerte die Herstellung um 3,3 Prozent auf 110,6 Millionen Tonnen. Südkorea dagegen produzierte mit 66,0 Millionen Tonnen 4,4 Prozent weniger Rohstahl.

Folie1In der EU fallen die Produktionszahlen unterschiedlich aus. EU-weit fiel die Produktion auf 165,6 Millionen Tonnen. Italiens Produktion ging um 11,7 Prozent auf 24,1 Millionen Tonnen zurück, Frankreich dagegen stagnierte bei einem Niveau von 15,7 Millionen Tonnen (plus 0,5 Prozent), ähnlich wie Spanien, das 13,7 Millionen Tonnen Rohstahl herstellte (plus 0,7 Prozent).

Nach unten zeigen die Zahlen für Osteuropa. Die GUS-Staaten verbuchen ein Minus von 1,8 Prozent auf 108,9 Millionen Tonnen, Russland meldet einen Rückgang von 1,5 Prozent auf 69,4 Millionen Tonnen. In der Ukraine ist die Produktion um 0,5 Prozent auf 32,8 Millionen Tonnen zurückgegangen.

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