CEPI-Statistik für 2013

Im dritten Jahr in Folge wurde in Europa weniger Papier hergestellt. Die neuen Zahlen des Papierverbands CEPI zeigen, in welchen Bereichen dennoch ein Plus verbucht wurde.

Stabiler Altpapierverbrauch


Knapp 91 Millionen Tonne­n Papier wurden im vergangenen Jahr in den Mitgliedsländern des europäischen Papierverbands CEPI insgesamt produziert. Das entspricht einem Minus von 1,3 Prozent gegenüber 2012. Der Verbrauch von Altpapier dagegen stieg marginal um 0,5 Prozent an.

Zu den Mitgliedern von CEPI gehören Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Finnland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Italien, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, die Slowakei, Spanien, Schweden und Großbritannien. Sie alle stellten zusammen laut Statistik im vergangenen Jahr deutlich weniger grafische Papier her: Die Produktion sank um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Bei Zeitungspapieren war der Rückgang mit 5 Prozent noch größer. Ungestrichene grafische Papiere wurden insgesamt rund 3 Prozent weniger hergestellt, bei gestrichenen grafischen Papieren liegt der Rückgang mit 6,5 Prozent noch höher.

Aus dem Bereich Verpackungen kann CEPI dagegen mit positiven Zahlen aufwarten. Um 1,8 Prozent hat sich demnach in den Mitgliedsländern die Produktion verbessert. Besonders bei Boxen und Kartons zog die Herstellung an, während sie bei Einpackpapier leicht zurückging. Insgesamt bilden Verpackungen inzwischen 45,9 Prozent des gesamten hergestellten Papiers, während grafische Papiere nur noch 41,9 Prozent darstellen.

Auch die Produktion von Hygienepapieren legte im vergangenen Jahr leicht zu: Ein Prozent beträgt die Steigerung gegenüber 2012. Damit liegt der Anteil dieser Papierarten bei 7,7 Prozent der Gesamtherstellung. Bei allen anderen übrigen Papierarten sank die Herstellung um 1,8 Prozent.

Neben der Herstellung ist auch der Verbrauch in Europa gesunken. CEPI geht in seinen vorläufigen Zahlen davon aus, dass der Nachfragerückgang insgesamt zwischen 1 und 1,5 Prozent liegt.

Rückläufig ist auch der Papierexport. Um 2 Prozent liegt er unter dem Vorjahreswert. 35 Prozent der Papierausfuhren fanden demnach Abnehmer innerhalb der EU, 28 Prozent wurden nach Asien geliefert und 11 Prozent hatten Empfänger in den USA. Auch die Papierimporte sind gefallen. So haben die CEPI-Länder insgesamt zwischen 4,5 und 5 Prozent weniger eingeführt. 40 Prozent aller importierten Papiere kamen in den ersten drei Quartalen 2013 aus anderen Ländern der EU; 33 Prozent aus den USA und die restlichen 27 Prozent aus anderen Regionen.

Mehr zum Thema
Bundestag stimmt Erhöhung der Lkw-Maut zu
„Wir waren wohl zehn Jahre zu früh dran“
Bunker-Brand im Müllheizkraftwerk Stavenhagen
Botree Cycling plant Batterierecycling­anlage in Guben
Gurtschlossabdeckung aus chemisch recyceltem Kunststoff
Bundesbank erwartet Rezession im Winterhalbjahr
Deutsches WM-Trikot: „Das ist wirklich beeindruckend schlecht“
Drei Bundesländer wollen Exportverbot von Textilabfällen durchsetzen
Deutschlands erster Unverpackt-Laden gibt auf
Entsorger steigen bei Mineral Waste Manager ein
Arbeitsmarkt verliert bis 2035 rund sieben Millionen Menschen
Neuer Studiengang zu Recycling und Wertstoffmanagement