Was sonst noch geschah

Die Kurznachrichten der Woche im Rück- und Überblick: 3. bis 7. Februar 2014

Der Wochenrückblick


Montag, 3. Februar 2014:

  • Die Osnabrücker Zeitung berichtet, dass im vergangenen Jahr insgesamt 648 Tonnen Altkleider in Osnabrück eingesammelt wurden. Davon entfielen 17 Prozent oder 112 Tonnen auf Container des kommunalen Osnabrücker Service-Betriebs OSB. Der Rest kam dem Deutschen Roten Kreuz und der Heilpädagogischen Hilfe zu Gute. Der OSB habe nach eigenen Angaben Erlöse in Höhe von 42.000 Euro mit der Altkleidersammlung eingenommen.
  • Die Interessengemeinschaft der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen in Deutschland (ITAD) hält die vom Öko-Institut erstellte Studie „Beitrag der Kreislaufwirtschaft zur Energiewende“ für fragwürdig. Die Studie verkenne anerkannte Grundsätze der Kreislaufwirtschaft, kritisiert der Verband. Das Öko-Institut hatte einige Tage zuvor bekanntgegeben, dass aus seiner Sicht die Abfallverbrennungsanlagen in der Zukunft keine bedeutende Rolle mehr spielen werden.
  • Der Hamburger Kupferhersteller und –recycler Aurubis meldet für das erste Quartal erneut einen Verlust. Belastet wurde das Ergebnis von weiterhin schwachen Altkupfer- und Schwefelsäuremärkten.
  • Die NGO Shipbreaking Platform veröffentlicht die Liste aller großen Handelsschiffe, die 2013 weltweit verschrottet wurden. In dem Bericht der Organisation heißt es, dass griechische und deutsche Reeder bis zu 80 Prozent ihrer Schiffe auf den Strand gesetzt haben.
  • Der Anlagenhersteller Saperatec nimmt eine Pilotanlage für das Recycling von Verbundabfällen in Betrieb. Bei dem neuen Verfahren werden Verbundmaterialien mit Mikroemulsionen getrennt, um daraus saubere Sekundärrohstoffe zu gewinnen.
  • Remondis entsorgt in Saarbrücken und Fürstenfeldbruck, EGN in Essen, Vockert in Bautzen: Die neuesten Ergebnisse von EU-Ausschreibungen finden Sie hier.

Dienstag, 4. Februar:

  • Die bundeseigene Gesellschaft gtai gibt bekannt, dass Russland eine umfassende Recyclingabgabe für Hersteller und Importeure plant. Nur wer seine Produkte wieder zurücknimmt, soll davon verschont bleiben. Über das Vorhaben berät nun das russische Parlament.
  • Der Kurs der Anleihe des Metallrecyclers Scholz steht weiter unter Druck. Das Management sieht sich gezwungen klarzustellen, dass die Anleihe über ein Volumen von 182,5 Millionen Euro nicht im Zusammenhang mit der Restruktierung der Unternehmensgruppe steht. Scholz ist finanziell stark angeschlagen. Nach Angaben des Unternehmens soll die Restrukturierung des Konzerns bis 2015 abgeschlossen sein. Die angekündigten Prozesse zur Veräußerung der beiden Unternehmensbereiche Edelbaustahl und Aluminium würden im Rahmen der Zeitplanungen verlaufen. Parallel dazu ist Scholz weiter auf der Suche nach einem neuen Gesellschafter, um auf diese Weise die Eigenkapitalbasis zu stärken.
  • Aus den Expertenberichten des Weltrecyclingverbands BIR geht hervor, dass der internationale Stahlschrottmarkt Erholungstendenzen aufzeigt, wenngleich der Prozess vermutlich langsam vonstatten gehen wird. Deutlich nach oben zeigen derzeit nur die Stahlschrottpreise in Japan.
  • Nach den vorläufigen Zahlen für 2013 ist der Altpapierverbrauch in großen Teilen Europa stabil geblieben. Wie aus den Zahlen des Papierverbands CEPI hervorgeht, ist die Papierproduktion allerdings zum dritten Mal in Folge gesunken.
  • Die Veranstalter der Umweltmesse IFAT geben bekannt, dass in diesem Jahr erstmals eine Live-Demonstration zum Thema „Verwertung von Baustoffabfällen“ veranstaltet wird. Die Messe IFAT findet vom 5. bis 9. Mai in München statt.
  • In den ersten drei Quartalen 2103 wurden weltweit rund 28 Millionen Tonnen Edelstahl hergestellt – so viel wie noch nie. In China kletterte die Produktion um knapp 16 Prozent auf 13,7 Millionen Tonnen. In Westeuropa fiel die Herstellung um 5,6 Prozent auf 5,7 Millionen Tonnen.

Donnerstag, 6. Februar 2014:

  • Der HWWI-Rohstoffpreisindex startet mit Verlusten in das neue Jahr. Auch die Indizes für Stahlschrott und Eisenerz gingen um jeweils 3 Prozent zurück. Im Januar lag der Eisenerzpreis so niedrig wie seit rund sieben Monaten nicht mehr. In China, einem der größten Abnehmer von Eisenerz, fiel die Stahlproduktion im Dezember auf einen so niedrigen Stand wie seit einem Jahr nicht mehr. Der Teilindex für NE-Metalle hingegen stieg um 0,4 Prozent, was im Wesentlichen auf die Entwicklung von Zink und Kupfer zurückzuführen ist. Aluminium verbilligte sich um 0,7 Prozent.
  • Die Industriebank IKB hält an ihrer Prognose fest, dass die Stahlschrottpreise im ersten Quartal 2014 um 5 Prozent steigen werden. Für die deutsche Stahlproduktion rechnet die Bank mit einem Wachstum von gut 4 Prozent für das gesamte Jahr 2014.
  • Der ifo Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist weiter gestiegen. Der konjunkturelle Ausblick für die nächsten sechs Monate bleibe unverändert auf dem höchsten Stand seit rund drei Jahren, teilt das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut mit. Die konjunkturelle Erholung dürfte im Laufe der nächsten Monate deutlichere Konturen annehmen. Die beste Bewertung der Euro-Länder erhielt Deutschland, wo sich die „sehr positive“ wirtschaftliche Situation weiter verbessert habe.

Freitag, 7. Februar 2014:

  • Für die BRG Baudienstleistung und Recycling GmbH wird ein Investor gesucht. Das Unternehmen hatte Ende Januar das Insolvenzverfahren beantragt. Bislang läuft der Geschäftsbetrieb noch störungsfrei weiter.
  • Der Umweltverband NABU fordert eine höhere Recyclingquote für Kunststoffe. Der Verband stellt klar, dass er die geplanten Maßnahmen zur Sicherstellung der Finanzierung der gelben Tonne nur unterstützen wird, wenn auch die Umwelt von einer Gesetzesänderung profitieren wird.
  • Der europäische Verband Eurofer meldet einen steigenden Preisindex für den Monat Januar. Die Indizes beziehen sich auf die Sorten Abbruchschrott, Neuschrott und Shredderschrott.

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