Prognosen der Wirtschaftsinstitute

Unter den Wirtschafsforschern herrscht Einigkeit, dass die weltweite Konjunktur in diesem Jahr anziehen wird. Positive Signale kommen aus den USA, aber auch Europa fasst wieder Tritt.

Freundliches Wirtschaftsklima


Die Weltkonjunktur dürfte in den kommenden Monaten Fahrt aufnehmen, glaubt man den verschiedenen Prognosen von Wirtschaftsforschern. So geht beispielsweise das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut ifo davon aus, dass der wirtschaftliche Ausblick für die kommenden sechs Monate freundlich bleibt. Die Einschätzung der Wirtschaft zur aktuellen Lage falle positiver aus als vor drei Monaten, schreibt das Institut.

Positive Signale kommen demnach vor allem aus Nordamerika, insbesondere den USA. Dort ist der Wirtschaftsklimaindikator des ifo sowohl aufgrund vermehrt positiver Einschätzungen zur aktuellen Lage als auch günstigerer Konjunkturerwartungen stark gestiegen. Wirtschaftsexperten gehen mehr denn je davon aus, dass der US-Dollar im nächsten halben Jahr einen Wertzuwachs erfahren wird.

Auch in Europa verbesserte sich das Wirtschaftsklima, vor allem dank der „weniger negativen“ Lagebeurteilung. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate bleiben konstant zuversichtlich, erklärt das ifo. In Asien gebe es hingegen wenig Anhaltspunkte für eine zunehmende Konjunkturdynamik. Die Wirtschaftslage in der Region wird zwar unverändert als zufriedenstellend eingeschätzt. Die Konjunkturerwartungen wurden aber leicht zurückgenommen, auch wenn sie immer noch deutlich im positiven Bereich liegen.

1,6 Prozent Wachstum für Deutschland

Optimistisch gibt sich auch der Internationale Währungsfonds. Er geht für 2014 von einem weltweiten Wachstum in Höhe von 3,7 Prozent aus. Für das Jahr 2015 prognostiziert er sogar ein Wachstum von 3,9 Prozent. Der Euro-Raum wird nach Ansicht der Organisation um 1 Prozent wachsen. Deutschland könnte mit einer Steigerung der wirtschaftlichen Leistung um 1,6 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt liegen.

Der größte Wachstumstreiber dürfte auch in diesem Jahr China sein. Der IWF rechnet mit einem Wachstum von 7,5 Prozent für die Volksrepublik.

Mehr zum Thema
Kies und Sand dürften noch knapper und teurer werden
Flüssiggas aus Katar soll Deutschland helfen
VDI-Datenbank für Sekundärrohstoffe
Nickelschrott: Preise bleiben auf Aufwärtskurs
„Rezession verliert ihren Schrecken“
Bundesbank erwartet Rezession im Winterhalbjahr
Arbeitsmarkt verliert bis 2035 rund sieben Millionen Menschen
Gaspreisbremse soll rückwirkend ab Januar gelten
Preissprung für Altzinkschrott