Entscheidung des Stadtrates

Eigentlich sollte die AGR den Restmüll der Stadt Gelsenkirchen entsorgen. Doch weil die Verbrennungspreise fallen, hofft die Verwaltung, noch mehr Kosten einsparen zu können. Die Stadt wird nun europaweit ausschreiben.

Gelsenkirchen schreibt Restmüllentsorgung aus


Der Stadtrat von Gelsenkirchen hat gestern beschlossen, die Restmüllentsorgung europaweit auszuschreiben. Die Ausschreibung wird sich auf den Zeitraum ab 1. Januar 2015 beziehen. Damit hofft die Stadt, zwischen 2 und 3,5 Millionen Euro einzusparen.

Das Nachsehen hat somit der kommunale Entsorger AGR, mit dem die Stadt im November 2013 vereinbart hatte, die Restabfälle im RZR Herten verbrennen zu lassen. Der ausgehandelte Preis belief sich auf 80 Euro pro Tonne. Pro Jahr fallen in Gelsenkirchen rund 110.000 Tonnen Restmüll an.

Dass die Stadt nun umschwenkt, hat mit den rückläufigen Verbrennungspreisen zu tun. Dem Vernehmen nach werden in anderen Ausschreibungen in Nordrhein-Westfalen Verbrennungspreise von 50 bis 55 Euro pro Tonne aufgerufen. In Essen liegt der Verbrennungspreis mehr als 15 Euro pro Tonne unter dem Preis von 2013, bestätigte die Firma RWE Generation SE der Stadt Gelsenkirchen schriftlich.Die Stadt Gelsenkirchen sieht daher die Möglichkeit, die Entsorgung deutlich günstiger zu bekommen als im RZR Herten.

 

Mehr zum Thema
Kupfer aus der Mine – nur eben umweltfreundlich
Aus Restholz wird Pflanzenkohle – und CO2-negative Wärme
Aus Restmüll wird biobasierter Thermoplast
Kies und Sand dürften noch knapper und teurer werden
Airbus und Neste wollen SAF skalieren
EU schlägt Zielquoten für weniger Verpackungsmüll vor
So plant Schleich die Kreislaufwirtschaft
Steinpapier – eine nachhaltige Alternative oder eher nicht?
Einwegkunststoffe: Wie teuer wird es für die Hersteller?
Flüssiggas aus Katar soll Deutschland helfen
Eine Bioökonomie mit Grünschnitt