Mit sofortiger Wirkung

Das war’s für Werner Meys. Die USB hat den technischen Geschäftsführer am Donnerstag freigestellt. Die Bochumer Entsorger hat dazu eine Mitteilung herausgegeben: Sie beinhaltet nur einen Satz.

USB stellt Werner Meys frei


Es mag am späten Abend gelegen haben, dass die Mitteilung so dürftig ausfiel. Immerhin war es schon nach 20 Uhr, als die Mitteilung an die Presse verschickt wurde. Oder es mag daran gelegen haben, dass USB einfach nicht mehr sagen wollte als unbedingt nötig.

„Der technische Geschäftsführer der USB Bochum GmbH, Werner Meys, ist mit dem heutigen Datum von seinen Dienstgeschäften freigestellt worden.“ So lautet die Mitteilung der USB. Mehr nicht. Der kommunale Entsorgungsbetrieb ist sich damit selbst zuvorgekommen. Erst vor kurzem hatte die USB mitgeteilt, den Vertrag mit Meys über den Juni hinaus nicht zu verlängern. Zur Begründung verwies das Unternehmen auf die mögliche Eröffnung eines Strafverfahrens vor dem Amtsgericht Bochum.

Was damals nur im Raum stand, ist nun tatsächlich eingetreten: Das Strafverfahren gegen Meys wegen Untreue und Verstoß gegen das Betriebsverfassungsgesetz ist gestern eröffnet worden, wie USB-Sprecher Jörn Denhard gegenüber 320° bestätigte. Deshalb habe der Aufsichtsrat Meys „unwiderruflich freigestellt“.

Der Geschäftsführer steht im Verdacht, ein Mitglied des Betriebsrates begünstigt zu haben. Ein Nachfolger für die Position des technischen Geschäftsführers wird bereits gesucht.

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