Bessere Trennung und Sammlung

Der bayerische Umweltminister Marcel Huber will die Restabfallmenge drosseln. Dafür sollen mehr Wertstoffe gesammelt werden. Im Fokus steht E-Schrott.

Bayern kündigt Recycling-Initiative an


In Bayern sollten wertvolle Rohstoffe in Abfällen besser verwertet und ungenutzte Potentiale gehoben werden. Dies betonte Umweltminister Marcel Huber bei den Bayerischen Abfall- und Deponietagen in Augsburg. „Wir wollen die Rohstoffproduktivität in Bayern bis zum Jahr 2020 verdoppeln. Ziel ist ein hochwertiges Recyclingsystem im eigenen Land.“

Eine aktuelle Untersuchung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt zeige, dass die untersuchte Restabfallmenge von rund 105 Kilogramm pro Einwohner und Jahr um 31 Kilogramm gesenkt werden könnte, wenn Wertstoffe konsequenter getrennt würden. Insbesondere Fortschritte beim Recycling von Elektronikgeräten seien für eine starke Kreislaufwirtschaft von großer Bedeutung, erklärte Huber. Denn Elektrogeräte enthalten bis zu 30 unterschiedliche, oft seltene Metalle wie Gold, Silber oder Kupfer. Und in Deutschlands Schubladen lagern allein 85 Millionen Handys.

Um die Sammelintensität in diesem Bereich zu verbessern und die Recyclingquoten spürbar zu erhöhen, will Bayern in diesem Jahr eine entsprechende Initiative starten. „Gemeinsam mit den kommunalen Partnern wollen wir Trennung und Sammlung von Abfällen verbessern“, sagte Huber. Eine optimale Wertstoffrückgewinnung könne helfen, vor Ort Gebühren zu senken. Besondere Bedeutung habe dabei der Datenschutz. „Die Sammlung muss Datensicherheit gewährleisten. Wenn Datenträger in die Abfallsammlung gegeben werden, sind verlässliche Datenlöschverfahren erforderlich. Dafür ist der Bund verantwortlich“, so Huber.

In den vergangenen Jahren hat das bayerische Umweltministerium bereits Elektroniksammelaktionen durchgeführt. Dabei wurden über 100.000 Handys, Laptops und Tablets gesammelt und unter Einhaltung von Datensicherheitsstandards verwertet. Mehr als 10 Kilogramm Silber und rund 600 Kilogramm Kupfer konnten so gewonnen werden.

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