Tarifrunde Öffentlicher Dienst

Die Gewerkschaft Verdi hat mit der zweiten Warnstreikwelle begonnen. Am heutigen Dienstag wird in Hessen, Niedersachsen, Bremen, Rheinland-Pfalz und im Saarland gestreikt. Betroffen sind alle Bereiche des öffentlichen Dienstes, darunter Müllabfuhr, Stadtreinigung, Kitas, Krankenhäuser sowie Busse und Bahnen.

Zweite Warnstreikwelle angelaufen


„Die Warnstreiks sollen die Tarifverhandlungen beschleunigen. Wir wollen in der nächsten Verhandlungsrunde einen guten Abschluss erreichen“, sagte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske. „Die Beschäftigten werden in dieser Woche zeigen, dass sie die Verhandlungen nicht nur passiv beobachten, sondern sich aktiv einbringen. CDU und CSU haben im Bundestagswahlkampf auf sprudelnde Steuereinnahmen hingewiesen. Und die Beschäftigten finden, es ist an der Zeit, dass sie daran beteiligt werden.“

Am Mittwoch wollen die Beschäftigten in den Nahverkehrsbetrieben ein deutliches Signal für eine rasche Tarifeinigung setzen. Warnstreiks soll es in Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen geben. Verdi fordert für die Nahverkehrsbeschäftigten eine Zulage von 70 Euro. „Im Nahverkehr und vor allem im Fahrerbereich ist die tägliche Belastung enorm. Um hier den nötigen qualifizierten Berufsnachwuchs zu gewinnen, muss der Nahverkehr attraktiver werden“, betonte Bsirske.

Verdi fordert außerdem für alle Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst Entgeltsteigerungen um 100 Euro und zusätzlich 3,5 Prozent, die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro monatlich. Außerdem will Verdi mit den Arbeitgebern einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen regeln und sachgrundlos befristete Arbeitsverträge künftig tarifvertraglich ausschließen.

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