Rohstoffbericht der IKB

Höhere Stahlnachfrage, steigende Stahlschrottpreise und auch die Preise für Sekundäraluminium werden anziehen: Die Industriebank IKB ist zuversichtlich für das 2. Quartal.

IKB rechnet unverändert mit steigenden Stahlschrottpreisen


Die Industriebank IKB rechnet für das zweite Quartal mit einem anziehenden Markt. Die deutsche Stahlproduktion sei bis Ende Februar 2014 bereits um über 3 Prozent gestiegen, berichtet die Bank. Sie geht davon aus, dass die Produktion im Gesamtjahr um 4 Prozent zulegen und die globale Stahlerzeugung auf bis zu 1,7 Milliarden Tonnen anziehen wird. Dafür sprechen aus ihrer Sicht die verbesserten Absatzbedingungen der Abnehmerindustrien.

Für Stahlschrott erwartet die IKB ein Anziehen der Preise um 5 Prozent. Allerdings hatte die Bank schon für das erste Quartal einen Preisanstieg in diesem Umfang angekündigt. Die Preiskurven des Stahlrecyclingverbands BDSV zeigen hingegen einen klar fallenden Verlauf für das erste Quartal. Zuletzt meldete der Verband für die Sorte 1 einen Lagerverkaufspreis von 208,80 Euro pro Tonne (Stand 21.3.2014). Die Sorte 2 erlöste laut BDSV 208,8 Euro, die Sorte 3 235,7 Euro und die Sorte 4 240,0 Euro. Der Lagerverkaufspreis für Sorte 5 lag bei 177,8 Euro pro Tonne.

Zu den Erzpreisen heißt es seitens der Bank, dass diese im Zuge der Krim-Krise Mitte März rückläufig waren, sich aber wieder erholten. Während sich die Weltstahlpreise uneinheitlich bewegten (+/-1 Prozent), zogen in Europa Flachprodukte an (+0,5 Prozent). Die Preise für baunahe Produkte hätten jedoch nachgegeben. Generell rechnet die IKB für europäische Flachprodukte mit einem weiteren Preisanstieg von bis zu 3 Prozent im zweiten Quartal. Bei Langprodukten dürfte der Preis um 2 Prozent anziehen.

Leichter Aufwärtstrend für Aluminium

Die globale Primäraluminiumproduktion ist laut IKB bis Ende Februar um über 2 Prozent gewachsen. Während China und die Golfregion kräftig zulegten, stagnierte die Erzeugung in Westeuropa, diejenige in den übrigen Regionen sank dagegen. Für das Gesamtjahr 2014 erwartet die Bank einen Anstieg der Produktion auf gut 49 Millionen Tonnen. Die Lagerbestände an der LME und SHFE seien zwar stabil geblieben, ihr Niveau würde jedoch das Preisanstiegspotenzial begrenzen. Zuletzt hätte sich die investive Nachfrage um rund 50 Prozent vermindert. „Wir sehen im Verlauf des zweiten Quartals einen leichten Aufwärtstrend für Primär- wie auch Sekundäraluminiumpreise, welche weiter über dem Niveau von Primäraluminium liegen dürften. Tendenz: Bewegung im zweiten Quartal 2014 um die 1.800 US-Dollar pro Tonne in einem Band von 200 US-Dollar.“

Für den Kupfermarkt erwartet die IKB für dieses Jahr einen Nachfrageanstieg von rund 3,5 Prozent, eventuell auch einen kleinen Angebotsüberschuss. Dieser würde sodann das Preisanstiegspotenzial begrenzen. In China habe die Begrenzung der Kreditfinanzierung über Kupfer zu einem kräftigen Preisverfall geführt. Die investive Nachfrage habe zuletzt leicht zugenommen. „In den nächsten drei Monaten sehen wir eine Bewegung des Kupferpreises um die 6.900 US-Dollar/t in einem Band von 300 US-Dollar“, heißt es.

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