Investition von 45 Millionen Euro

Hydro investiert am Standort Neuss in eine neue, integrierte Recyclinglinie für gebrauchte Aluminium-Getränkedosen. Die Recyclingkapazität steigt damit auf 100.000 Jahrestonnen.

Hydro verdoppelt Recyclingkapazität für Dosenschrott


Wie das Unternehmen mitteilt, trage es mit der Investition dem wachsenden Bedarf im weltweiten Markt an recyceltem Aluminium, insbesondere für Anwendungen im Verpackungsbereich, Rechnung. Die auf einem Areal von rund 20.000 Quadratmetern entstehende Recyclinglinie werde die bisherige Jahreskapazität von 50.000 Tonnen auf mehr als 100.000 Tonnen erhöhen und ein breites Spektrum an Dosenschrotten verarbeiten können. Aus dem hergestellten Flüssigmetall werde unmittelbar wieder Vormaterial für Getränkedosen gefertigt.

In der neuen Anlage kommt laut Hydro eine Sensortechnik zur Sortierung und Trennung von Schrotten zum Einsatz, die von der unternehmenseigenen Forschung am Standort Bonn in Zusammenarbeit mit führenden Anlagenherstellern entwickelt wurde. Nähere Angaben macht der Aluminiumkonzern nicht. Die Fertigstellung der Recyclinglinie ist für Ende 2015 vorgesehen und wird rund 40 neue Arbeitsplätze schaffen.

„Wir setzen mit dieser Investition klar unsere Wachstumsstrategie im Markt für Getränkedosen fort, die ein integraler Bestandteil unserer Produktstrategie sind, und erfüllen gleichzeitig die Forderungen unserer internationalen Kunden nach einem geschlossenen Recyclingkreislauf“, sagt Hydro-Konzernvorstand Oliver Bell. „Nicht zuletzt stärken wir damit unsere Standorte Grevenbroich-Rheinwerk-Alunorf weiter und bekennen uns nach unserer jüngsten 130-Millionen-Euro-Investition für unsere neue Automobillinie in Grevenbroich erneut zum Industriestandort Deutschland. Wir vertrauen dabei auf die Zusage der deutschen Politik, die Kostenentlastung für energieintensive Unternehmen im Rahmen des EEG fortzusetzen.“

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