Mehr Aufträge für Stahlwirtschaft

Die Elektrostahlproduktion beginnt sich zu erholen. Für März zeigen die Zahlen nach oben. Auch die Rohstahlproduktion legt weiter zu.

Produktion von Elektrostahl zieht an


Nach Angaben der Wirtschaftsvereinigung Stahl ist die Elektrostahlproduktion in Deutschland im März um 2,5 Prozent auf 1,281 Millionen Tonnen gestiegen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres liegt damit die Produktion noch 2,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Auch die Rohstahlproduktion steigt weiter an. Laut Wirtschaftsvereinigung wurden im April 3,7 Millionen Tonnen Rohstahl hergestellt. Das entspricht einem Anstieg von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Produktion wurde damit – hochgerechnet auf das ganze Jahr – zum achten Mal in Folge ausgeweitet.

Bisher liegt die Rohstahlerzeugung für das Gesamtjahr bei 45 Millionen Tonnen, teilt der Stahlverband mit. Das entspreche einer Kapazitätsauslastung von rund 90 Prozent. Im globalen Durchschnitt liege die Nutzungsrate dagegen bei knapp unter der 80 Prozent-Marke. Das derzeit hohe Produktionsvolumen werde aber gestützt durch Sonderfaktoren. Die jüngsten Zahlen überzeichneten insofern eine konjunkturelle Grundtendenz, die weiterhin leicht aufwärtsgerichtet ist.

Die Auftragseingänge bei den Walzstahlerzeugnissen in der Stahlindustrie befinden unterdessen auf einem leichten Erholungskurs. Nach dem Rückgang im Schlussquartal 2013 haben die Bestellungen im ersten Jahresviertel 2014 um 3 Prozent zum Vorjahreszeitraum zugelegt, berichtet die Wirtschaftsvereinigung. Getragen wurde die Aufwärtsentwicklung sowohl vom Inland als auch vom Ausland: Die Inlandsbestellungen stiegen das vierte Quartal in Folge an. Bei den Auslandsbestellungen konnten sich die Orders aus den Ländern der EU deutlich erhöhen. Bauabhängige Produkte hätten von der milden Witterungslage profitiert.

Der Salzgitter-Konzern meldet unterdessen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2014 einen Verlust in Höhe von 8,7 Millionen Euro (2013: -16,1 Millionen Euro). Der Konzern-Außenumsatz reduzierte sich im Vergleich zum ersten Quartal 2013 leicht auf 2,3 Milliarden Euro. Wie Salzgitter mitteilt, geht der Konzern für das Geschäftsjahr 2014 weiterhin von einem gegenüber 2013 deutlich gesteigerten Vorsteuerergebnis „nahe Break-Even“ aus. Weitere Details zum Abschluss des ersten Quartals werden am 15. Mai veröffentlicht.

Mehr zum Thema
Kreislaufwirtschaft: „Wir wollen damit Weltspitze sein“
Metallrecycler warnen vor Ende des freien Schrottmarkts
Erste thermische Aufbereitungsanlage für teerhaltigen Asphalt
Neues KI-Röntgensortiersystem sucht nach Batterien im Müll
Altes Frittierfett wird zur Beute von Banden
„Die Zukunft des Bauwesens ist zirkulär“
Lithiumrecycling: Accurec eröffnet offiziell neue Anlage
„Biogene Rohstoffe sind nicht per se ökologisch vorteilhaft“
Deichmann unterliegt im Streit um Systembeteiligungspflicht
Chemisches Verfahren hilft beim Recycling von Polyester
So will die EU die Bioökonomie entfesseln
Siedlungsabfälle: Viele EU-Länder deponieren ihren Müll weiter