Verkauf durch Techem-Gruppe

Die Energy from Waste GmbH (EEW) erweitert ihr Anlagenportfolio. Mit dem neu erworbenen EBS-Kraftwerk wird EEW ausschließlich das Weißblechwerk von ThyssenKrupp beliefern. Der Kaufvertrag bedarf aber noch der Zustimmung des Bundeskartellamtes.

EEW wird neuer Eigentümer des IHKW Andernach


Wie EEW heute mitteilt, wurde der Kaufvertrag am gestrigen Dienstag unterschrieben. Stimmt das Bundeskartellamt zu, wird die Übernahme zum 30. Juni 2014 wirksam. Das IHKW Andernach ist ein auf Ersatzbrennstoff (EBS) basierendes Kraftwerk mit erdgasbefeuertem Back-up-Kessel, das jährlich bis zu 130.000 Tonnen EBS thermisch verwerten kann. Die erzeugte Energie in Form von Prozess- und Heizdampf sowie Strom versorgt ausschließlich das weltgrößte Weißblechwerk von ThyssenKrupp.

„Mit der EEW haben wir einen erfahrenen Betreiber für das IHKW in Andernach gefunden, der auch hohe ökologische Kriterien erfüllt“, kommentiert Hans-Lothar Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Techem Energy Services GmbH, den Verkauf der Unternehmenseinheit. „Damit schließen wir unsere Portfoliobereinigung ab und konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft in der Immobilienwirtschaft. Besonders erfreulich ist es für mich persönlich, dass alle Mitarbeiter eine neue unternehmerische Heimat gefunden haben.“

Im IHKW Andernach sind 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Für Carsten Stäblein, Vorsitzender der EEW-Geschäftsführung, ist der Erwerb der Anlage eine sinnvolle Bereicherung des EEW-Anlagenportfolios: „Mit dem Kauf von Andernach haben wir unser einzigartiges Netzwerk mit 18 Abfallverbrennungsanlagen um ein profitables Werk erweitert“, erklärte er.

Die EEW Energy from Waste-Gruppe gehört seit Anfang 2013 zum schwedischen Finanzinvestor EQT, der an EEW einen Anteil von 51 Prozent hält. Im vergangenen Jahr erzielte der Abfallverbrenner einen Umsatz von 521 Millionen Euro. In den EEW-Anlagen in Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden werden sowohl Haus- und Gewerbeabfälle als auch aufbereitete heizwertreiche Abfallfraktionen und Ersatzbrennstoffe für die Produktion von Strom, Fernwärme und Prozessdampf eingesetzt. Für EEW arbeiten heute rund 1.300 Menschen.

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