Metalldiebstähle

Metalldiebe haben es immer öfters auf Automobil-Katalysatoren abgesehen. Gefährdet sind vor allem SUVs oder Vans mit mehr Bodenfreiheit.

Trend geht zu Katalysatoren


Metalldiebe machen auch vor fest eingebauten Auto-Katalysatoren nicht Halt. Gefährdet sind vor allem SUVs und Vans mit mehr Bodenfreiheit, berichtet die europäische Polizeibehörde Europol. Bei diesen Fahrzeugen sei es leichter, den Kat zu entfernen.

Die Katalysatoren werden aus Fahrzeugen ausgebaut, die auf der Straße oder auf dem Hof von Recyclingfirmen stehen. Lukrativ ist der Handel mit gestohlenen Kats allemal. Laut Europol ist ein Kat auf dem Second-Hand-Markt mindestens 50 Euro wert. Erst vor kurzem habe ein Recyclingunternehmen aus Belgien den Diebstahl von 300 Katalysatoren gemeldet. Der Schaden belaufe sich auf 15.000 Euro.

Nach Erkenntnissen von Europol verkaufen die Diebe die gestohlen Kats an Metallhändler, die keine Fragen stellen. Einige Diebe seien sogar selbst in der Lage, den Keramikkern zu entfernen. Sie würden dann die Edelmetalle direkt an Raffineriegesellschaften verkaufen. Für die Polizei ist dieses Vorgehen der schlechteste Fall, denn dadurch ist es unmöglich, den Diebstahl nachzuververfolgen.

Laut Europol sind die Kat-Diebstähle überwiegend der organisierten Kriminalität zuzurechnen. Die Kriminellen würde mit einer ganzen Einbruchserie durch die Nacht ziehen. Viele dieser Gruppen seien auch für Einbrüche und Diebstähle von Lastkraftwagen, Fahrzeugbatterien oder Bootsmotoren verantwortlich.

In Deutschland stehen für das Katrecycling jährlich rund 500.000 Katalysatoren zur Verfügung. Bei der Aufbereitung von alten Kats könnten aus 1 Kilogramm Katalysatormonolith 1 Gramm PGM gewonnen werden.

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