Ermittlung des Ressourcenaufwands

Ein neues Verfahren gibt Antwort darauf, wie viele Ressourcen durch Recycling eingespart werden. Mit den Ergebnissen können Recyclingunternehmen Werbung in eigener Sache machen.

Ökobilanz für Recyclingprozess


Wie viel Rohöl oder Eisenerz werden benötigt, um Kunststoffe, Metalle und andere Alltagsmaterialien herzustellen? Und wie viel lässt sich durch Recycling einsparen? Fraunhofer Umsicht hat ein neues Verfahren entwickelt, mit dem diese Fragen erstmals neutral und fundiert beantwortet werden sollen.

In einer aktuellen Studie haben die Experten dafür den Recycling- und Umweltdienstleister Alba unter die Lupe genommen. Die Untersuchung zeigt: Durch die Kreislaufführung der Alba Group von etwa 6,2 Millionen Tonnen Wertstoffen können rund 51 Millionen Tonnen Primärrohstoffe eingespart werden – eine Menge, die dem weltweiten Jahresbedarf an Aluminium entspricht.

rueckgewinnung---prognose-des-umsatzes-in-deutschland-bis-2018_statistic_id313893_Seit mehreren Jahren untersucht Fraunhofer Umsicht bereits, welchen Einfluss die Recyclingaktivitäten der Alba Group auf die Umwelt haben. Zunächst ermittelten die Forscher vorrangig die Einsparung von Treibhausgasen durch Kreislaufführung. In der aktuellen Studie gehen sie einen Schritt weiter und weisen nun erstmals den vollen Umfang der Ressourcenschonung durch Alba aus.

Fraunhofer Umsicht entwickelte zu diesem Zweck eine neue Methodik, mit deren Hilfe der gesamte Recyclingprozess Schritt für Schritt nachmodelliert werden kann. Basis ist ein Ökobilanzsystem, in das alle Daten eingespeist werden. Die Datengrundlage reicht dabei von der Menge der verwerteten Stoffe über die verbrauchten Kilowattstunden einzelner Aggregate bis hin zu den Lieferwegen und Spritverbräuchen der eingesetzten LKW oder Containerschiffe. Das Ergebnis vergleichen die Experten schließlich mit dem Rohstoffaufwand, der bei der Herstellung eines vergleichbaren Produkts auf Basis von Primärressourcen entsteht.

Beispiel Aluminium: Für die Herstellung einer Tonne Aluminium aus Primärrohstoffen werden 26 Tonnen Aluminiumerz, Abraum, Kohle etc. genutzt. Für eine Tonne Sekundäraluminium hingegen werden lediglich 4 Tonnen Rohstoffe benötigt. „Die Differenz ist enorm“, sagt Hartmut Pflaum, Abteilungsleiter Ressourcen- und Innovationsmanagement Fraunhofer-Institut Umsicht. Auch Alba-Chef Axel Schweitzer ist zufrieden mit dem Ergebnis der Studie. Die Ergebnisse zeigten, dass sich der Einsatz der Alba Group für innovative Wertstoffzyklen auszahle und eine Zukunft ohne Abfall möglich sei.

Video der Alba Group: resources SAVED by recycling

 

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