Statistik für Baden-Württemberg

Rund 75 Prozent der Bürger in Baden-Württemberg sind an eine Biotonne angeschlossen. In 12 Kreisen gibt es das Angebot noch nicht. Zum Teil verzichten die Kreise ganz auf die Biotonne.

Biotonne fehlt noch in 12 Landkreisen


Gut drei Viertel der rund 8 Millionen Bürger in Baden-Württemberg hatten 2013 die Möglichkeit, eine Biotonne zu nutzen. Dabei wurden 473.000 Tonnen beziehungsweise rund 45 kg pro Einwohner und Jahr erfasst. Zum Vergleich: Bundesweit wurde eine durchschnittliche Sammelmenge von 54 kg pro Einwohner und Jahr erreicht.

Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg weiter mitteilt, will die Landesregierung die Menge an getrennt gesammelten Bioabfällen bis 2020 auf durchschnittlich 60 kg pro Einwohner und Jahr steigern. Bislang wurde die Biotonne in 32 von 44 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs flächendeckend eingeführt. In den übrigen Kreisen erfolgte die getrennte Bioabfallsammlung bisher entweder nur in Teilgebieten oder man verzichtet aus Gründen der bestehenden Entsorgungsstruktur ganz darauf. In den Kreisen Emmendingen und Ortenaukreis beispielsweise werden die häuslichen Bio- und Restabfälle gemeinsam erfasst und einer mechanisch-biologischen Abfallbehandlung zugeführt.

Auch für das Pro-Kopf-Aufkommen an Abfällen aus der Biotonne weist das Statistische Landesamt Unterschiede aus: Die Spanne reichte im Jahr 2013 von 19 kg/Ea im Enzkreis bis 133 kg/Ea im Stadtkreis Baden-Baden. Als mögliche Gründe führen die Statistiker unterschiedliche Anteile der Haushalte mit Garten, die Möglichkeit zur Eigenkompostierung oder die Beteiligungsquote der Haushalte in Gebieten mit freiwilliger Biotonnennutzung an. Neben dem Stadtkreis Baden-Baden sei es insgesamt 16 weiteren Stadt- und Landkreisen gelungen, die für 2020 in Baden-Württemberg angestrebte Sammelmenge von 60 kg/Ea zu erreichen oder zu überschreiten.

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