Aufbereitung von Superlegierungen

Die Siegfried Jacob Metallwerke erweitern ihr Portfolio um die Aufbereitung von Superlegierungsschrotten. Mit dem Erwerb von Ireland Alloys Ltd. hat der Metallrecycler künftig die Aufbereitung von komplexen Ni- und Co-haltigen Superlegierungen im Programm.

Siegfried Jacob Metallwerke übernehmen Ireland Alloys


Die Siegfried Jacob Metallwerke (SJM) haben den schottischen Aufbereiter Ireland Alloys Ltd. (IAL) übernommen. Wie der Metallrecycler bekannt gab, hat er IAL zu 100 Prozent erworben. IAL wurde 1964 gegründet und hat sich auf den Handel und die Aufbereitung von komplexen Ni- und Co-haltigen Superlegierungen für die Öl-, Gas- und Luftfahrtindustrie spezialisiert. Das Unternehmen hat seinen Sitz im schottischen Hamilton südöstlich von Glasgow und beschäftigt derzeit mehr als 30 Mitarbeiter.

SJM bezeichnet den Erwerb als „wichtige strategische Möglichkeit“, die das Angebot der Siegfried Jacob Metallwerke ergänze. Nähere Angaben zu Umsatz und Tonnage von IAL wollte ein Vertreter von SJM nicht machen. Geplant sei, das Geschäft von IAL weltweit auszubauen.

Der Verkauf von IAL ist die Folge einer strategischen Neuausrichtung des bisherigen Eigentümers, der Murray International Holding. Der neue Eigentümer SJM bezeichnet sich selbst als das führende, nicht konzerngebundene, europäische Familienunternehmen, das in den drei Bereichen Handel und Aufbereitung, Hydrometallurgie und Pyrometallurgie tätig ist.

Das Leistungsspektrum von SJM umfasst im Bereich Handel und Aufbereitung unter anderem die Verarbeitung von NE-metallhaltigen Schrotten und Rückständen, die Rückgewinnung von Rohstoffen aus Schrotten und Rückständen aus Nickel und Nickellegierungen, Edelstählen, Superlegierungen. Des Weiteren verarbeitet das Unternehmen NE-metallhaltige Abfälle in Form von Schlämmen, Lösungen und anderen Rückständen. Darüber hinaus produziert SJM Cu-Basislegierungen, Cu-Kathoden und hochwertigen Nickel- und Zinkgrundstoffen für die chemische Industrie.

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