Abwärtsentwicklung im Februar

Nach der leichten Erholungsphase der vergangenen Monate sind die Stahlschrottpreise im Februar wieder deutlich gefallen. Der Preisrückgang bewegt sich durchschnittlich zwischen 15 und 18 Euro je Tonne.

Rückschlag für Stahlschrottpreise


Der historisch tiefe Eisenerzpreis und die noch immer verhaltene Konjunkturentwicklung der Stahlwirtschaft in Deutschland und Europa dürften die Hauptgründe für den starken Preisrückgang am deutschen Stahlschrottmarkt sein. Am stärksten fiel der Preisrückgang für Sorte 2/8 (Stahlneuschrott) aus, die nach Erhebungen des Stahlrecyclingverbands BDSV auf einen durchschnittlichen Lagerverkaufspreis von 207,60 Euro je Tonne fiel. Das entspricht einem Preisrückgang um 18,6 Euro gegenüber Januar 2015. Die übrigen Sorten gingen im Februar durchschnittlich um 15,1 bis 18,2 Euro je Tonne zurück:

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Lagerverkaufspreise (in Euro/t) Feb 15 Jan 15 Differenz (in Euro)
Sorte 1 (Stahlaltschrott) 188,8 205,0 -16,2
Sorte 2/8 (Stahlneuschrott) 207,6 226,2 -18,6
Sorte 3 (Schwerer Stahlaltschrott) 208,2 223,3 -15,1
Sorte 4 (Shredderstahlschrott) 215,2 232,7 -17,5
Sorte 5 (Stahlspäne) 164,3 182,5 -18,2

Quelle: BDSV

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Die Rohstahlproduktion in Deutschland läuft immer noch mit angezogener Handbremse. Nach der neuesten Statistik des Weltstahlverbands World Steel zu den globalen Produktionszahlen stieg die Rohstahlproduktion in Deutschland im Januar um 0,5 Prozent auf 3,685 Millionen Tonnen gegenüber Januar 2014. In Italien ging die Herstellung um 11,3 Prozent auf 1,88 Millionen Tonnen zurück. In Frankreich gab die Produktion um 10,6 Prozent auf 1,306 Millionen Tonnen nach. Für alle 28 Staaten Europas weist Word Steel einen durchschnittlichen Rückgang um 1,1 Prozent aus.

Besonders gravierend ist auch die Schwäche der Stahlwirtschaft in der Türkei. Dort produzierten die Stahlwerke im Januar 10,4 Prozent weniger Rohstahl. Auch in China ist die Herstellung mit minus 4,7 Prozent rückläufig. Weltweit produzierten die Stahlwerke laut Word Steel rund 133 Millionen Tonnen Rohstahl im Januar. Das bedeutet einen Rückgang um 2,9 Prozent gegenüber Januar 2014.

 

 

 

 

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