Weiterer Anlagenverkauf

Die hessische Gesellschaft Abo Kraft & Wärme baut ihr Portfolio an Biogasanlagen weiter aus. Zum 30. September hat das Unternehmen die Biogas-Anlage in Ramstein-Miesenbach übernommen. Geplant ist ein Umbau der Anlage.

Biogas-Anlage Ramstein wechselt Eigentümer


Die Aktiengesellschaft Abo Kraft & Wärme hat die Biogas-Anlage in Ramstein-Miesenbach vom Projektentwickler und Dienstleister juwi-Gruppe erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Den drei Mitarbeitern, die sich bislang um den Anlagenbetrieb kümmern, habe ABO Kraft & Wärme eine Weiterbeschäftigung angeboten.

Wie Abo mitteilt, liegt die Biogas-Anlage rund 20 Kilometer westlich von Kaiserslautern. Sie produziert seit 2012 Biogas, das auf Erdgasqualität gereinigt wird. Stündlich würden 350 Kubikmeter reines Methan in das nahegelegene Erdgasnetz eingespeist. Damit könne der Wärmebedarf von rund 1.500 Haushalten gedeckt werden.

Darüber hinaus generiert die Anlage über zwei Blockheizkraftwerke Strom und Prozesswärme, heißt es weiter. Die Rohstoffe für den Betrieb der Anlage stammten aus nachwachsenden Rohstoffen und würden von Landwirten aus der Region geliefert.

Umbau und Investitionen geplant

Abo Kraft & Wärme ist eine Tochter der Aktiengesellschaft Abo Wind. Über das Tochterunternehmen baut der Projektentwickler derzeit ein Portfolio insbesondere aus Abfallvergärungs- und Biogasanlagen auf. Der Neuerwerb in Ramstein-Miesenbach soll nach den Plänen der Firma umgebaut werden. „Wir haben ein Konzept entwickelt, um die energetische Wirkung der Anlage und die Wirtschaftlichkeit deutlich zu verbessern“, sagt Jochen Ahn, Vorstand von Abo Wind und Abo Kraft & Wärme. Für den Umbau seien gut eine Million Euro kalkuliert.

Aus Sicht der juwi-Gruppe bedeutet der Verkauf eine Konzentration auf das Kerngeschäft. Demnach will sich das Unternehmen wieder verstärkt auf die Projektentwicklung und Betriebsführung von Wind- und Solaranlagen fokussieren. Daher habe man beschlossen, sämtliche Geschäftsaktivitäten im Bereich Bioenergie nicht mehr fortzuführen. „Wir freuen uns, dass wir für alle Beteiligten eine gute Lösung gefunden haben, die vor allem auch den Mitarbeitern vor Ort eine Weiterbeschäftigungsmöglichkeit bietet“, erklärte Robert Stoffers, der bei juwi den Verkaufsprozess begleitet hat.

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