Abfallstatistik des Landkreises Karlsruhe

Die Einwohner im Landkreis Karlsruhe sammeln die meisten Wertstoffe in Baden-Württemberg. Auch beim Restmüllaufkommen schneidet der Kreis gut ab. Das ist das Ergebnis der Abfallstatistik für das Jahr 2014.

Vergleichsweise hohes Wertstoffaufkommen im Landkreis Karlsruhe


Bereits seit Ende der 1980er Jahre gibt es im Landkreis Karlsruhe eine Wertstofftonne für Papier, Pappe, Kartonagen, Kunststoffe, Metall, Holz und Verpackungen. Das scheint sich auszuzahlen, wie die aktuellen Zahlen des Abfallwirtschaftsbetriebes im Landkreis Karlsruhe belegen.

Laut Abfallstatistik 2014 lagen die verwerteten Wertstoffmengen mit 174 Kilogramm pro Einwohner über dem Landesdurchschnitt. Derzeit werden in Baden-Württemberg pro Einwohner im Mittel 151 Kilogramm Wertstoffe erfasst. Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe sieht damit sein Erfassungskonzept bestätigt. Mit der komfortablen Wertstofftonne und dem gut ausgebauten Netz an Wertstoffhöfen würden hohe Wertstoffmengen erfasst, heißt es.

Im Einzelnen wurden im Landkreis mit der Wertstofftonne etwa 54.600 Tonnen Wertstoffe erfasst. Der Löwenanteil entfiel laut Abfallstatistik auf Altpapier, Pappe und Kartonagen mit 40.000 Tonnen. Leichtverpackungen (5.900 Tonnen) und Altglas (etwa 11.000 Tonnen) wurden vollständig über die Dualen Systeme verwertet. Aus den erfassten Elektro- und Elektronikaltgeräten konnten zudem circa 2.100 Tonnen Metallschrott gewonnen werden. Rechnet man die Wertstoffe hinzu, die via Spermüllsammlung und Bringsystem erfasst werden, kamen 2014 insgesamt 91.166 Tonnen zusammen.

Geringes Restmüllaufkommen

Die sorgfältige Trennung führt nach Angaben des Abfallwirtschaftsbetriebs gleichzeitig zu einer geringeren spezifischen Hausmüllmenge. Im Jahr 2014 entsorgte demnach jeder der 430.359 Einwohner des Landkreises im Durchschnitt 115 Kilogramm Restmüll. In den übrigen Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs lag das Pro-Kopf-Aufkommen bei 123 Kilogramm. Außer Küchenabfällen seien kaum noch verwertbare Abfälle im Hausmüll enthalten, so der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe.

Unterm Strich scheint der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe zufrieden: Insgesamt habe man über alle Siedlungsabfälle gerechnet im Jahr 2014 eine stoffliche Verwertungsquote von 67 Prozent erreicht.

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