Trading Update für das dritte Quartal

Im Vergleich zum Vorjahr lief es im dritten Quartal dieses Jahres weniger gut für Umicores Recyclingsparte – trotz einer besseren Zusammensetzung des Eingangsmaterials. Nur in einem Bereich gab es eine positive Entwicklung.

Umicore verbucht weniger Umsätze in Recyclingsparte


Umicores Recyclingsparte hat im Jahresvergleich im dritten Quartal einen Umsatzrückgang von zwölf Prozent verbuchen müssen. Das teilt die Materialtechnikgruppe in ihrem Trading Update mit. So seien die Einnahmen durch den Verkauf von Metallen durch die niedrigen Metallpreise und den längeren Stillstand der Recyclinganlage negativ beeinflusst gewesen.

Bei den Edelmetallen hätten die Auswirkungen der niedrigeren Spot-Preise noch weitgehend abgemildert werden können, da zu Jahresbeginn teilweise eine gute Preisqualität erzielt werden konnte. Spot-Preise für Sekundärmetalle allerdings, die nicht abgesichert werden können, seien auch im dritten Quartal weiter stark zurückgegangen. Das habe einen direkten Einfluss auf die Margen gehabt.

Auf der Inputseite sah es dagegen positiv aus, trotz des längeren geplanten Stillstandes des Smelters im belgischen Hoboken. Der Kapazitätsausbau des Smelters schreite aber planmäßig voran. Daher geht der Konzern davon aus, dass die Gesamtmenge des verarbeiteten Materials am Jahresende in etwa das Niveau des Vorjahres erreichen wird. Auch der Materialmix sei weiterhin gut gewesen. Sowohl bei den Altmaterialien als auch im Segment der industriellen Nebenprodukte sei der Anteil von höherwertigen und komplexeren Materialien gestiegen.

Höhere Verkaufsmengen für Platingruppenmetalle

Auch in den meisten anderen Recyclinggeschäftsbereichen sind die Umsatzerlöse im dritten Quartal niedriger ausgefallen als im Vorjahresquartal. Im Bereich Jewellery & Industrial Metals standen die Margen wie beim Precious Metals Refining unter dem negativen Einfluss der niedrigeren Metallpreise. Die Einnahmen aus dem Produktbereich hätten hingegen von höheren Auftragsvolumina für Anlageprodukte, insbesondere für Silbermünzen, profitieren können.

Da die Tätigkeit der Glasindustrie gedämpft gewesen sei, seien auch die Umsatzerlöse für Platinum Engineered Materials rückläufig gewesen, teilt Umicore mit. Ebenfalls zurückgegangen sei der Bedarf der Düngemittelbranche an Umicores Platinnetzen. Bei den Technical Materials hätten sich die niedrigeren Verkaufsmengen für Hartlöt- und elektrische Anwendungen negativ ausgewirkt.

Nur der Geschäftsbereich Precious Metals Management hat im dritten Quartal eine im Vergleich zum Vorjahresquartal positive Entwicklung genommen. Hier seien für die meisten Platingruppenmetalle höhere Verkaufsmengen erreicht worden. Das sei der starken Nachfrage der Automobilindustrie zu verdanken. Darüber hinaus habe sich auch auf den Märkten für Investmentbarren aus Gold und Silber die Nachfrage belebt.

Der Umsatz der Gruppe insgesamt ist im Vergleich zum Vorjahresquartal um zehn Prozent gestiegen. Die Geschäftsbereiche Catalysis sowie Energy & Surface Technologies hätten den negativen Einfluss der Metallpreise auf die Recyclingaktivitäten mehr als ausgleichen können. Für das Gesamtjahr erwartet Umicore ein um Sondereinflüsse bereinigtes EBIT zwischen 310 und 340 Millionen Euro.

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