Vorbereitungen für Wertstoffgesetz

Handel und Industrie treiben die Vorbereitungen für das geplante Wertstoffgesetz weiter voran. Inzwischen steht auch die personelle Besetzung des Beirats der Projektgesellschaft Zentrale Wertstoffstelle fest. Das Gremium besteht aus 8 Personen.

Handel beruft Beirat für Projektgesellschaft


Den Vorsitz des Beirats hat Marion Sollbach, Bereichsleiterin Nachhaltigkeit bei Galeria Kaufhof, übernommen. Sie koordiniert seit 2010 die Nachhaltigkeitsmaßnahmen für Galeria Kaufhof und leitet den Umweltausschuss des Handelsverbandes Deutschland HDE. Zu ihrem Stellvertreter bestimmte der Beirat Jochen Hertlein, Leiter Corporate Packaging der Nestlé Deutschland AG. Hertlein ist promovierter Lebensmitteltechnologe und Vorsitzender des Umweltausschusses des Markenverbandes.

Weitere Mitglieder des Beirats sind für die Gesellschafter der Projektgesellschaft Peter Feller von der Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Kai Falk vom Handelsverband Deutschland (HDE), Jürgen Bruder von der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) sowie Dominik Klepper vom Markenverband. Darüber hinaus wurden Rainer Kolar von B+K International und Michael Pleines von der Ferrero Deutschland GmbH in den Beirat berufen.

Aufgabe des Beirats ist es, die inhaltliche Arbeit der Projektgesellschaft zu unterstützen, erklärte Gunda Rachut, Geschäftsführerin der Projektgesellschaft gegenüber 320°. Die wesentlichen Entscheidungen sollen im so genannten Lenkungskreis gefällt werden, der voraussichtlich im Dezember seine Arbeit aufnehmen wird. Dem Lenkungskreis sollen Entscheider aus Industrie und Handel angehören.

Die nun geschaffenen Strukturen stünden jedoch in keinem Zusammenhang mit der Struktur, die im Arbeitsentwurf zum Wertstoffgesetz für die Zentrale Stelle vorgesehen ist, betonte Rachut. Gemäß Arbeitsentwurf sind ein Kuratorium, ein Vorstand, ein Verwaltungsrat und ein Beirat Erfassung, Sortierung und Verwertung als Organe der Zentralen Stelle vorgesehen. Die Projektgesellschaft Zentrale Wertstoffstelle befasse sich lediglich mit den Vorarbeiten für eine Zentrale Stelle, wie sie im Wertstoffgesetz vorgesehen ist, erklärte Rachut. Im weiteren Verfahren soll die Projektgesellschaft in eine neutrale, staatlich beliehene Stiftung überführt werden.

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