Index des Statistischen Bundesamtes
Der Oktober brachte eine Korrektur der Altpapierpreise. Betroffen war insbesondere gemischtes Altpapier. Aber auch die Wellpappenindustrie klagt: Die Entwicklung der Erlöse sei nicht zufriedenstellend.
Altpapierpreise geben nach
Die Preise für Altpapier waren im Oktober rückläufig. Wie aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht, lag der Preisindex für gemischtes Altpapier im Oktober bei 92,6. Im September betrug der Wert noch 95,5. Basisjahr für den Index ist 2010 (2010 = 100).
Nach unten zeigt auch der Index für Papier- und Pappereststoffe, der im Oktober bei 90,9 liegt (September: 91,8). Zeitungen und Illustrierte notieren dagegen stabil bei 85,7. Tageszeitungen erreichen einen Wert von 95,3 (September: 96,1).
Der Index der Großhandelsverkaufspreise für Kaufhausaltpapier hat sich mit 93,4 ebenfalls verschlechtert (September: 94,9). Gefallen ist auch der Index für gebrauchte Wellpappe: Dessen Wert fiel von 93,7 im September auf 92,6 im Oktober.
Guter Absatz von Wellpappe
Auf Abnehmerseite klagt die Wellpappen-Industrie weiterhin über unzureichende Erlöse. Die pro Quadratmeter erzielten Erlöse seien im dritten Quartal zum dritten Mal in Folge gesunken, teilt der Verband der Wellpappen-Industrie (VDW) mit. „Mit der Entwicklung der Erlöse können die Wellpappenhersteller nicht zufrieden sein“, sagt Verbandsgeschäftsführer Oliver Wolfrum. „Gleichzeitig hat sich die Lage auf der Kostenseite verschärft: Die Preisentwicklung beim Papier, dem wichtigsten Rohstoff für die Wellpappenherstellung, übt weiter erheblichen Druck auf die VDW-Mitglieder aus.“
Die Absatzentwicklung hingegen zeigt weiterhin nach oben. Im dritten Quartal haben die Mitglieder des VDW über 49 Millionen Quadratmeter mehr Wellpappe abgesetzt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Das bedeutet einen Zuwachs von 2,7 Prozent.
Insgesamt haben die Mitgliedsunternehmen im dritten Quartal 1,9 Milliarden Quadratmeter Wellpappe hergestellt, Für die ersten neun Monaten dieses Jahres verbucht der VDW somit ein Produktionsplus von 1,8 Prozent.


