Marktbericht für NE-Metalle

Die Metallpreise sind in der zurückliegenden Woche wieder etwas gestiegen. Auch die Schrottpreise ziehen an. Nur eine Schrottsorte befindet sich noch in der Abwärtsspirale. Der wöchentliche Marktbericht für NE-Metalle.

Leichte Erholung der Schrottpreise


Fast alle Notierungen für Industriemetalle konnten in dieser Handelswoche leichte Zugewinne verbuchen. Auslöser für die steigenden Preise sind vermutlich Vereinbarungen chinesischer Hersteller, ihre Produktion zu drosseln. Zehn chinesische Schmelzen haben beispielsweise angekündigt, dass sie im neuen Jahr insgesamt 350.000 Tonnen Kupfer weniger herstellen wollen.

Dem Dreimonatspreis für Kupfer tat diese Ankündigung gut, wie der Blick zur Londoner Metallbörse (LME) zeigt. Am Mittwoch (2.12.) notierte der Kupferpreis bei 4.581 US-Dollar. Auch bei Nickel soll es 2016 zu Produktionskürzungen in China kommen. Nickel, das in der vergangenen Woche zwischenzeitlich auf den tiefsten Wert seit zwölf Jahren abrutschte, gewann diesmal deutlich hinzu. Die Tonne erzielte 8.930 US-Dollar.

LME-Preise_2.12.15Dass auch die Aluminium-Produktion im Reich der Mitte Kapazitäten abbauen wird, ist schon länger bekannt. Die Aluminium-Preise stürzten in der Vergangenheit dennoch ab. Nun aber ging es endlich aufwärts. Die Tonne erlöste 1.605 US-Dollar. Das ist zur Vorwoche ein Plus von 166 US-Dollar.

Zu den Gewinnern an der LME zählte auch Zinn. Sein Dreimonatspreis lag am Mittwoch bei 15.150 US-Dollar. Das entspricht einem Preiszuwachs von rund 550 US-Dollar. Einbußen musste dagegen Zink verkraften. Der Preis für dieses NE-Metall betrug 1.551 US-Dollar. Er lag damit geringfügig unter dem Niveau der Vorwoche – und das trotz angekündigter Produktionskürzungen.

Preise für Kupfer- und Aluschrott ziehen an

Nach starken Verlusten in der Vorwoche zeigen auch die Preiskurven für Kupferschrott wieder nach oben. Nach Angaben des Verbands Deutscher Metallhändler (VDM) erlöste Blanker Kupferschrott (Kabul) zwischen 4.220 und 4.380 Euro je Tonne. Das sind am unteren 20 und am oberen Ende 10 Euro mehr als vor sieben Tagen. Für Schwerkupferschrott (Keule) wurden Preise zwischen 3.920 und 4.140 Euro erzielt. Das ist ein Plus von 40 Euro.

Aluminiumschrott konnte die Verluste der Vorwoche wettmachen. Die Tonne erzielte bis zu 30 Euro mehr. Der Preis für Drahtschrott aus Reinaluminium lag zwischen 1.330 und 1.460 Euro, für Profilschrott wurden zwischen 1.360 und 1.460 Euro aufgerufen.

Größter Gewinner aber war Weichbleischrott. Die Tonne erlöste 70 bis 100 Euro mehr als in der Vorwoche. Die Preisspanne wuchs auf 1.300 bis 1.470 Euro an.

Zu den Verlierern gehören Altzink- und wieder einmal Nickelschrott. Altzinkschrott gab um 10 Euro nach. Die Tonne erzielte zwischen 1.110 und 1.170 Euro. Um einiges stärker fiel der Preis für Nickelschrott. V2A (Alt- und Neuschrott) gewann zwar am unteren Ende 20 Euro hinzu, büßte am oberen Ende aber 50 Euro ein. Die Preisspanne schrumpfte auf 840 bis 870 Euro zusammen. V4A (Alt- und Neuschrott) verlor am unteren Ende 40 Euro. Die Tonne wurde zwischen 1.080 und 1.150 Euro gehandelt.

 

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